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SCP-Trainer Lukas Kwasniok (l.) und KSC-Coach Christian Eichner dürften sich am Sonntag ähnlich herzlich begrüßen wie im Hinspiel, bei dem am Ende aber nur Kwasniok Grund zur Freude hatte. - © picture alliance
SCP-Trainer Lukas Kwasniok (l.) und KSC-Coach Christian Eichner dürften sich am Sonntag ähnlich herzlich begrüßen wie im Hinspiel, bei dem am Ende aber nur Kwasniok Grund zur Freude hatte. | © picture alliance

SC Paderborn SCP-Splitter: Ademi bleibt Joker, Kwasniok erwartet Besuch aus der Heimat

Der SC Paderborn hatte vor dem Heimspiel gegen Karlsruhe einige angeschlagene Spieler, doch letztlich fällt wohl nur Felix Platte aus. Der Chefcoach freut sich auf seine Familie, für die Fans gibt's kostenlose Schals.

Frank Beineke
08.04.2022 , 19:30 Uhr |

Mehlem vor der Kader-Rückkehr

Eigentlich hat Marcel Mehlem nur gute Erinnerungen an den Karlsruher SC. So kickte der im Karlsruher Stadtteil Blankenloch aufgewachsene Mittelfeldspieler des SC Paderborn zwölf Jahre lang für den KSC. Ans Hinspiel hat Mehlem allerdings keine allzu guten Erinnerungen, obwohl er mit dem SCP einen 4:2-Sieg feierte. Bei einer üblen Grätsche von KSC-Kapitän Jerome Gondorf hatte er sich nämlich eine Wadenverletzung zugezogen, die ihm in den Monaten danach wiederholt zu schaffen machen sollte.

Auch zuletzt musste Mehlem eine Zwangspause einlegen. Dies lag aber an einer hartnäckigen Erkältung, wegen der er die Partie beim HSV verpasste. An diesem Sonntag dürfte Paderborns Mittelfeld-Malocher beim Wiedersehen mit dem KSC (13.30 Uhr, Benteler-Arena) nun in den 20er-Kader zurückkehren. So stieg Mehlem am Freitag wieder ins Mannschaftstraining ein. Ein Startelf-Einsatz dürfte aber ausgeschlossen sein. Schließlich hat SCP-Coach Lukas Kwasniok im Mittelfeld ohnehin die Qual der Wahl.

Ademi dient wieder als Edeljoker

Abgesehen vom weiterhin angeschlagenen Stürmer Felix Platte nahmen alle SCP-Spieler am Freitag an der Übungseinheit teil. Neben Marcel Mehlem kehrte auch Jonas Carls (Bänderriss im Sprunggelenk) ins Training zurück. Der Außenbahnspezialist dürfte aber nur geringe Chancen auf einen Kaderplatz haben. Dies gilt ebenso für Angreifer Marvin Cuni, der in dieser Woche nur eingeschränkt trainieren konnte. Er könnte seinen Platz im Aufgebot an Marcel Mehlem verlieren.

Sturmkollege Kemal Ademi musste aufgrund seiner Adduktorenprobleme auch in dieser Woche im Training deutlich kürzer treten. Der Winterneuzugang aus Moskau wird daher im Heimspiel gegen den KSC definitiv nicht in der Anfangsformation stehen. "Ich hoffe aber, dass er auch am Sonntag wieder seine Stärken als Joker zur Geltung bringen kann", sagt SCP-Trainer Lukas Kwasniok.

Besuch aus Baden

Für Lukas Kwasniok ist das Duell gegen den KSC bekanntlich ein besonderes Spiel. Der 40-Jährige war einst als Spieler, Balljunge, Juniorentrainer und Interimscoach der Profis für die Badener im Einsatz. Zudem ist Karlsruhe noch immer der Lebensmittelpunkt seiner Familie. Am Sonntag aber werden seine Frau und seine Kinder in der Paderborner Benteler-Arena sein. "Sie waren schon einige Mal im Stadion, haben bislang keinen Heimsieg gesehen. Ich hoffe, dass wir am Sonntag gemeinsam mit den Fans feiern können", sagt Kwasniok.

"Einmal Freunde - dann für immer"

Das Heimspiel gegen den KSC ist zugleich das große Finale der SCP-Vielfaltswochen. So gibt es am Sonntag diverse Aktionen. Auf dem Stadionvorplatz ist die Wanderausstellung "#StolenMemory" der Arolsen Archives zu sehen. An einem Stand des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge können Friedenstauben gebastelt werden. Der SCP-Kids-Club führt mit der Elisabethschule eine gemeinsame Aktion auf der Tribüne durch. Und die SCP-Spieler laufen mit einem speziellen Heimtrikot auf.

Zudem erhalten alle SCP-Anhänger einen kostenlosen Fanschal, der mit einer Textzeile aus dem Paderborn-Lied der Madison-Band bedruckt ist. So steht der Slogan "Einmal Freunde - dann für immer" auf den Gratis-Schals. Der SCP hofft, dass er am Sonntag womöglich sogar mehr als 10.000 Exemplare verteilen kann.

KSC bangt um seinen Kapitän

Das Hinspiel im Karlsruher Wildpark hatten gut 14.000 Zuschauer gesehen. Jubeln konnten allerdings nur die Gäste-Fans, denn der SCP feierte einen 4:2-Erfolg. KSC-Coach Christian Eichner erwartet im Rückspiel eine Partie auf Augenhöhe, bei dem Kleinigkeiten entscheiden werden. "Also ein klassisches Zweitligaspiel", sagt Eichner und warnt vor spielstarken Paderbornern, die immer für eine Überraschung gut seien.

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"Duelle gegen Lukas sind immer schwer einzuschätzen, denn er hat stets eine hohe personelle und taktische Variabilität zu bieten", urteilt Karlsruhes Trainer. Dieser bangt noch um seinen Kapitän Jérome Gondorf. Der KSC-Spielführer laborierte nämlich in dieser Woche an einer Erkältung und kehrte erst am Freitag ins Training zurück. "Wir werden aber alles daran setzen, dass Jérome am Sonntag um halb Zwei bei der Platzwahl parat steht", so Eichner.

Eichner ein Kandidat für Schalke?

Der FC Schalke 04 sucht zur neuen Saison bekanntlich einen Nachfolger für Interimscoach Mike Büskens. Als heiße Kandidaten werden Stefan Leitl (SpVgg Greuther Fürth), Sandro Schwarz (Dynamo Moskau) und der aus Büren-Steinhausen stammende Daniel Farke (zuletzt FK Krasnodar) gehandelt.

Die Bild-Zeitung hat diese Gerüchteküche-Liste nun um die Namen von zwei aktuellen Zweitliga-Trainern ergänzt. So würden sich die Schalker auch mit KSC-Coach Christian Eichner und Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic beschäftigen.

Die Verantwortlichen der Königsblauen reagieren auf diese Spekulationen ganz entspannt. "Wir haben noch keinen neuen Trainer gefunden. Wer nach Mike Büskens kommt, muss richtig gut sein. Deshalb dauert es auch", sagte Sportdirektor Rouven Schröder bei der Pressekonferenz zum Heimspiel gegen Heidenheim (Samstag, 13.30 Uhr).

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