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Die Teilnehmer des Rundgangs zu den Problemorten in der Paderstadt. - © IG Innenstadt
Die Teilnehmer des Rundgangs zu den Problemorten in der Paderstadt. | © IG Innenstadt

Paderborn Rundgang mit Anwohnern: Wo Paderborn unsicher ist

Die Vertreter von Verwaltung, Politik, Polizei und der Feuerwehr schauen sich problematische Orte an und suchen nach Lösungen.

04.12.2021 | Stand 04.12.2021, 14:11 Uhr

Paderborn. Zu einem Innenstadtrundgang eingeladen hatten die Sprecher der Interessengemeinschaft Innenstadt, Astrid Hunstig und Andreas Nolte, die Mitglieder des Innenstadtforums, ein Kreis aus Vertretern von Verwaltung, Politik und anderen Akteuren der Stadt Paderborn, sowie Bürgermeister Michael Dreier und Vertretern der Polizei und der Feuerwehr. Direkt vor Ort sollten die Probleme und Anliegen der Innenstadtakteure aufgezeigt und Strategien zur Problemlösung diskutiert werden.

Ein Schwerpunkt des Rundgangs war der Besuch von Kriminalitäts- und Sicherheitsproblemorten wie Westerntor, westliche Westernstraße, Westernmauer, Alte Torgasse. Anlieger des Vorplatzes der Herz-Jesu-Kirche und der Kirchengemeinde Herz Jesu schilderten anhand von drastischen Beispielen die derzeitige unerträgliche Situation, wie Erledigung der Notdurft in den Eingängen der Geschäfte und der Kirche, die Belästigung der Kundschaft, Drogenhandel und Androhung von Gewalt.

Insbesondere der letzte Sommer war eine große Herausforderung für viele Anlieger und Geschäftsleute. Bürgermeister Michael Dreier und die Vertreter der Polizei nahmen die Schilderungen der Anlieger sehr ernst und sahen auch den Handlungsbedarf. Eine Ausweitung sicherte Bürgermeister Michael Dreier für einen angrenzenden Bereich zu.

Auch Baustellen im Blick

Die IG Innenstadt hält es für erforderlich, dass – ergänzend zu den Tätigkeiten von Polizei und B.O.S.S – der von der Stadt bisher für den Bereich Westernmauer, Alte Torgasse, Brückengasse beauftragte private Wachschutz zunächst primär ausgeweitet wird für das Umfeld Westerntor, für die westliche Westernstraße und für weitere Problemräume wie Königsplätze und im Sommer das Paderquellgebiet.

Nächster Halt des Rundgangs war die Baustelle für die Errichtung des neuen ZOB. Die Leiterin des Straßen- und Brückenbauamts Margit Hoischen informierte über den aktuellen Stand der Bautätigkeiten und stellte in Aussicht, dass der erste Bauabschnitt wahrscheinlich eher als geplant fertig gestellt wird.

Die Teilnehmer des Rundgangs richteten konkrete Wünsche an die Leiterin des Straßen- und Brückenbauamts: Eine weitere Zufahrtsmöglichkeit zur Tiefgarage für Linksabbieger, kommend vom Neuhäusertor, und eine Ausschilderung an den Zufahrtsstraßen, zum Beispiel Detmolderstraße, um die Verkehrsteilnehmer direkt auf den Liboriberg zu leiten, so dass ein problemloses Abbiegen zur Tiefgarage möglich ist. Eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt und Tiefgarage sollte trotz der Baumaßnahmen gewährleistet sein, auch für ortsfremde Besucher.

Mehr Platz für Bestuhlung auf Plätzen?

Abschließend wurden der kleinen Königsplatz und der Marienplatz aufgesucht. Thema der Anlieger war hier die eingeschränkten Stellmöglichkeiten für Tische und Stühle im Außenbereich auf der öffentlichen Fläche. Wegen Feuerwehrdurchfahrten und -umfahrten sowie für Feuerwehraufstellflächen für die größere Drehleiter muss nach ihrer Ansicht zu viel Fläche freigelassen werden.

Andreas Nolte zeigte Beispiele aus anderen vergleichbaren Städten, wo man trotz der Berücksichtigung de Erfordernisse der Feuerwehr eine größere Nutzbarkeit von öffentlichen Flächen für die Gastronomie ermöglichte. Feuerwehr und Stadt versprachen den Anliegern, von diesen Städten weitere Informationen einzuholen.

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