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Der Trend geht offenbar zum Mini-Haus. - © Symbolfoto/picture alliance
Der Trend geht offenbar zum Mini-Haus. | © Symbolfoto/picture alliance

Kreis Gütersloh Im Kreis Gütersloh könnte ein erstes Tiny-Houses-Wohngebiet entstehen

Ein Ratsmitglied beantragt für Steinhagen ein spezielles Wohngebiet nur für Kleingsgebäude. Aber lässt sich so ein ungewöhnliches Bauprojekt umsetzen?

Jonas Damme
10.10.2019 | Stand 10.10.2019, 12:43 Uhr

Kreis Gütersloh. Der Tiny-House-Trend kommt aus Übersee. In den USA und Australien gibt es sie bereits viele der kleinen Häuser, die zwangsläufig auch mit einer Rückbesinnung auf ein sparsames Leben zusammenfallen. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Familien, die so leben wollen. Nun beantragt Ratsmitglied Kai Funke für Steinhagen ein spezielles Baugebiet, nur für solche Kleinstgebäude mit etwa 20 bis 50 Quadratmetern Wohnfläche. Ob und wie sich so ein außergewöhnliches Baugebiet umsetzen ließe, muss die Verwaltung prüfen. Baurechtlich sind Tiny Houses nicht umkompliziert Baurechtlich sind Tiny Houses nicht unkompliziert. Die Versorgung mit Strom, Wasser sowie Abwasser und Müllabfuhr müssen sicherstellt sein. Wenn die Gebäude Räder haben, müssen sie außerdem TÜV-Konform sein. Befürworter der neuen Wohnform betonen, dass die kleinen Häuser Energie sparen und kaum Fläche versiegeln. In Warendorf hatten die "Freien Wähler" bereits vor einiger Zeit ein solches Baugebiet beantragt. Dort fand das Projekt wohl von verschiedenen Seiten Zuspruch, ruht derzeit allerdings. Endgültig vom Tisch ist es noch nicht. Weitere Themen des Bauausschusses am Donnerstag, 10. Oktober, sind die Lärmmessungen an der A 33 und der geplante Umbau des Busbahnhofes. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr im Ratssaal. Im Anschluss an den Bauausschuss findet der Betriebsausschuss statt. Darin wird der Bau der vierten Reinigungsstufe der Kläranlage besprochen.

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