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Die Schwäbisch Hall Mitarbeiter Daniel Holze und Sara Hanke präsentierten in der LGS das Haus der Zukunft. - © Simon Steinberg
Die Schwäbisch Hall Mitarbeiter Daniel Holze und Sara Hanke präsentierten in der LGS das Haus der Zukunft. | © Simon Steinberg

Rietberg Geht das überhaupt? So lebt man auf nur 25 Quadratmetern

Im „Tiny-Haus“ in Rietberg erleben Besucher, wie man mit ungewöhnlich wenig Platz auskommt. Doch macht dieses Wohnen Spaß?

Simon Steinberg
23.08.2019 | Stand 22.08.2019, 16:10 Uhr

Rietberg. Smart, tiny und nachhaltig - das soll das Haus, in der dem wir in Zukunft leben werden, sein. Ausgestellt wurde das „Tiny-Haus" jetzt im Parkteil Nord der Landesgartenschau von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Auf rund 25 Quadratmeter Fläche soll der hoch funktionale Bau, der 11 Meter lang, 3 Meter breit und 3,30 Meter hoch ist, gleichzeitig Platz für Wohn- und Schlafbereich, Bad und Küche bieten. Das Tiny-House verfügt zudem über modernste digitale Haustechnik und soll auf seinen 25 Quadratmetern Sicherheit und Komfort bieten und eine Menge Energie sparen. 19 führende Hersteller, unter anderem Amazon mit seinem Sprachassistenten Alexa, haben die Smart Home Technik ausgestattet, um es für die Besucher erlebbar zu machen. Damit lassen sich beispielsweise Strom- und Lichtquellen, der Herd, Musik, Fenster, sowie die integrierte Fußbodenheizung bequem über das Smartphone, Displays oder über digitale Sprachassistenten steuern. "Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen" Die Photovoltaikanlage auf dem Dach soll zudem 60 Prozent des Energiebedarfs abdecken. Um einen Einblick in das Smarthaus zu bekommen, hat die Volksbank mehrmals täglich halbstündige Führungen durch das Gebäude angeboten, die sehr gut wahrgenommen wurden. Die Meinungen nach den ersten Eindrücken waren dabei sehr gemischt. „Wo soll ich mit meinem ganzen Kram hin? Wo sollen Kleidung, Abstellsachen oder Kinder hin? Aktuell kann ich mir nicht vorstellen, in so einem Haus zu wohnen", meinte etwa Michael Wittenbrink. Seine Partnerin Melanie Sudtor sah das Tiny-Haus dagegen nicht so negativ: „Für ein bis zwei Personen ist es super und durch die großem Fenster ist es sehr hell." Damit die vielen technischen Features wie ein Sensor, bei dem das Haus merkt, wenn der Besitzer wieder kommt und automatisch die Tür entriegelt, das Licht anschaltet sowie das Glas der Tür von Milch- auf Klarglas stellt, die ältere Generation nicht überfordert, gibt es einen intelligenten Würfel: „Dieser hat verschiedene Symbole von Küche über Licht bis Fenster und kann alles Ein- und Ausschalten. Das wäre für meine Mutter genau das Richtige, weil die immer erst drei Kontrollrunden geht, bevor sie das Haus verlässt", erklärt Daniel Holze von Schwäbisch Hall bei der Führung. Das kosten die Tinys Houses Ursprünglich kommen die „Tiny Houses" aus den USA und haben sich dort unter den Themen Smart Living und Nachhaltigkeit als die großen Zukunftstrends beim Bauen und Wohnen entpuppt. Entwickelt wurden die 13 Tonnen schweren und ab einem Preis von 100.000 Euro erwerbbaren Häuser von den Berliner Architekten Simon Becker und Andreas Rauch.

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