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La dolce Vita: Die Karo-Isetta von Artega wird in den Ausstattungslinien „Intro" (hier im Bild) und „Edition" angeboten. - © PR
La dolce Vita: Die Karo-Isetta von Artega wird in den Ausstattungslinien „Intro" (hier im Bild) und „Edition" angeboten. | © PR

Elektrisch Die Knutschkugel aus den 50ern ist wieder da

Die Isetta war Kult und ist es heute immer noch. Sie wurde von 1955 bis 1962 von BMW gebaut. Jetzt gibt es eine ostwestfälische Neuauflage – und zwar elektrisch.

Carsten Blumenstein
19.06.2020 | Stand 19.06.2020, 13:18 Uhr

Klaus Dieter Frers, Geschäftsführer von Artega in Delbrück, nennt die Karo-Isetta die „wohl schönste Interpretation des Klassikers". Klar, das muss er sagen. Die Karo-Isetta ist sein Kind. Für das E-Auto hat er sich jahrelang mit einem Schweizer Elektromobil-Hersteller gestritten, der die Rechte für sich in Anspruch nahm. Inzwischen gab es eine außergerichtliche Einigung. Von den Erben des „Isetta-Vaters" Ermenegildo Preti sei die Karo-Isetta offiziell als Nachfolger der ISO-Isetta aus den 50er Jahren anerkannt worden, heißt es bei Artega. Das Unternehmen habe demnach weltweite Produktions- und Vermarktungsrechte. „Der Markt ist groß genug für zwei Anbieter", so Artega-Chef Frers.

Streit hin, Rechte her – mit dem Leichtkraftfahrzeug ist den Delbrückern ein gute Alternative für den Stadtverkehr gelungen. „In monatelanger Detailarbeit haben wir das Ur-Design der Knutschkugel analysiert und liebevoll in ein modernes Erscheinungsbild transportiert", erklärt Frers. „Elektromobilität muss heute nicht mehr umständlich und teuer sein oder überzeichnet futuristisch anmuten. Mit der Karo-Isetta bekommen Sie ressourcenschonende, emissionsfreie Mobilität ohne Parkplatzsorgen, verbunden mit einem einfachen Bekenntnis: Stil."

Das kleine elektrobetriebene Stadtauto wurde auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt der Weltöffentlichkeit vorgestellt – vor gut acht Monaten, also vor Corona. „Seit der Öffnung des Verkaufskanals steht das Telefon nicht still und zahllose Anfragen haben uns über das Internet erreicht", sagt Frers. Gleich am ersten Tag habe es dutzende Vorbestellungen gegeben. „Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden", bewertet er den Verkaufsstart. Die Pandemie hat die Delbrücker ein bisschen ausgebremst, das Auslieferdatum steht noch nicht fest.

Angeboten wird das kleine E-Auto in zwei Varianten – Intro und Edition. Die Fahrzeuge erreichen eine Endgeschwindigkeit von 90 Stundenkilometern und schaffen mit der kleineren Batterie 125 und mit der größeren 200 Kilometer. „Es ist das ideale Auto für die Stadt und das Umland. Perfekt auch für Bielefeld oder Paderborn", wirbt Frers. Das knapp 500 Kilo leichte Fahrzeug überrascht mit einem Kofferraumvolumen von 300 Litern. Die Karo-Isetta ist 2,48 Meter lang, knapp 1,50 Meter breit und 1,48 Meter hoch. Über den Online-Konfigurator können Kunden zudem die technische Ausstattung und die Optik ihres Karos zusätzlich individuell bestimmen.

„Der Karo ist das perfekte Auto für den umweltbewussten Stadtmenschen", sagt Klaus Dieter Frers. „Mit dem Karo bieten wir eine stylishe, preisgünstige und nachhaltige Lösung für den Stadtverkehr. Das Autochen, wie wir unseren Karo liebevoll nennen, fährt völlig emissionsfrei und wird komplett klimaneutral in Delbrück hergestellt. So machen wir die Luft sauberer und die Innenstädte bunter."

Ganz preisgünstig sind die Knutschkugeln aber nicht. Die Sonderedition „Intro" kostet 21.995 Euro, „Edition" wird ab 17.995 Euro veranschlagt. Der vergleichsweise hohe Preis für die Karo-Isetta erklärt sich auch mit der hochwertigen Ausstattung. Beide Modelle sind mit Stoffverdecken, beheizten Komfortsitzen sowie einem temperaturregulierenden Innenraumgebläse ausgestattet und einem Bluetooth-Soundsystem. Es soll auch eine eigens entwickelte Karo-App mit Sprachsteuerung geben. Man darf gespannt sein, wie es mit dem Karo weitergeht.

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