Ein Blick von der Brücke der Stockkämper Straße hinunter auf die Autobahn, wo gerade die Lärmschutzwand errichtet wird, die ja eigentlich eine Art Luftbrücke für fliegende Tiere aller Art sein soll. - © Andreas Großpietsch
Ein Blick von der Brücke der Stockkämper Straße hinunter auf die Autobahn, wo gerade die Lärmschutzwand errichtet wird, die ja eigentlich eine Art Luftbrücke für fliegende Tiere aller Art sein soll. | © Andreas Großpietsch

Kreis Gütersloh A33: So geht es beim letzten Teilstück voran

Nach der Winterpause wird am noch fehlenden Teilstück der A 33 wieder mit Hochdruck gearbeitet. Die Straße ist fertig, es fehlen aber noch viele Kleinigkeiten - unter anderem Termin und Ort zum Feiern

Andreas Großpietsch
12.01.2019 | Stand 11.01.2019, 13:55 Uhr

Borgholzhausen. Alle Augen richten sich beim Thema Autobahn 33 derzeit nach Halle. Am Freitag war es so weit, der vorletzte Abschnitt wurde dem Verkehr übergeben. Ohne Feier, ohne Prominente und ohne viele Worte. Das wird in etwa einem Jahr sicher ganz anders sein, wenn auch der letzte Autobahnabschnitt für den Verkehr freigegeben wird. "Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei", lautet eine Spruchweisheit, die auch perfekt auf dieses letzte Autobahnteilstück zutrifft. Und hinter den Kulissen, so ist zu hören, wird auch schon darum gerungen, wer das richtige Ende der Wurst beziehungsweise der Autobahn in der Hand hat. Von A wie Autobahnlauf bis Z wie Zustrom von Prominenten gibt es sowohl für Halle als auch für Borgholzhausen gute Gründe, die feierliche Freigabe auf ihrem Gebiet zu feiern. Sich in der Mitte zur gemeinsamen Feier zu treffen, erscheint zwar als naheliegender Kompromiss, ist aber rein aus praktischen Gründen doch ziemlich schwierig zu organisieren. Schon allein, um nicht mangels einer Abfahrt den ersten Tag der neuen Autobahn zum größten Stau-Tag in ihrer Geschichte zu machen. Und auf das Bild der Wagenkolonne, die sich endlich über das von vielen so sehr ersehnte Stück Autobahn ergießt, wird man keinen Tag länger warten wollen als nötig. Oder vielleicht doch? Die Erfahrungen vom vorletzten Teilstück zeigen ja, dass Vorweihnachtszeit und Jahreswende nicht unbedingt die Zeiträume sind, in denen sich Politikerinnen und Politiker auf den Weg von ihren fernen Arbeitsorten in die Provinz machen wollen, um ein Infrastrukturprojekt einzuweihen. Wobei natürlich die Fertigstellung einer Autobahn, ein Lückenschluss, sicher einen anderen Grad an Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird als nur die Freigabe eines weiteren kurzen Autobahn-Abschnitts. Angesichts der vorhandenen Infrastruktur an den in Frage kommenden Auffahrten bietet allerdings Borgholzhausen die besseren Bedingungen – bis hin zu einer pilzförmigen Imbissbude. Und die Haller durften ja auch schon einmal feiern. Selbst wenn die Abfahrt nun Künsebeck heißt. Asphaltdecke bereits seit 2018 fertig Doch wird zum angepeilten Termin Ende 2019 überhaupt alles fertig sein? Bis jetzt sieht alles ganz gut aus, meint jedenfalls Sven Johanning, der Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW: „Die Asphaltdecke ist schon 2018 fertig geworden", stellt er fest. Befahrbar wäre die Autobahn damit, doch es fehlt noch an vielen anderen Dingen, um das Projekt abzuschließen. Allerdings wird derzeit wieder mit Hochdruck gearbeitet. Das Augenmerk liegt im Augenblick besonders auf der Installation der sogenannten Irritationsschutzwände, die Fledermäuse und Vögel vom allzu niedrigen und damit lebensgefährlichen Überqueren der Autobahn abhalten sollen. Als höchst willkommener Nebeneffekt dienen sie auch dem Lärmschutz, der ja gerade im ländlichen, dünn besiedelten Bereich in den Bestimmungen nicht vorgesehen ist. Vor der Freigabe des letzten Autobahnabschnitts sollen Experten in den verbleibenden Monaten auch noch ein sogenanntes Monitoring durchführen. Damit soll festgestellt werden, ob die Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna so funktionieren wie geplant. Auch letzte Brücke fertiggestellt Möglichst viele Tiere sollen die Grünbrücken nutzen, deren Einbindung in die Landschaft schon vor einigen Jahren durch das Pflanzen von Obstbäumen verbessert werden sollte. Die Überquerungshilfen sind nahezu komplett fertiggestellt. Auch viele Durchlässe und Unterführungen, wie zum Beispiel für den Casumer Bach, sind inzwischen nutzbar. Fertig gestellt ist übrigens auch die letzte noch fehlende Straßenbrücke über die Autobahn. Sie steht fast auf der Grenze zwischen Versmold und Borgholzhausen und verbindet die beiden Nebenstrecken Oldendorfer Straße und Halstenbeck. Die Autobahn verläuft hier in einem tiefen Einschnitt, so dass die Brücke auf der Höhe des eigentlichen Geländes in diesem Bereich ist. Auch diese Straßenverbindung wurde ohne feierliche Bekanntgabe für den Verkehr freigegeben. Wie gesagt, das wird Ende des Jahres sicher ganz anders sein. Oder vielleicht auch erst am Anfang des kommenden Jahres, wenn der Termin besser passt.

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