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Florent Muslija (l) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit SCP-Kapitän Ron Schallenberg.  - © dpa
Florent Muslija (l) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit SCP-Kapitän Ron Schallenberg.  | © dpa

SC Paderborn Das Beste kommt zum Schluss: Paderborner Zaubertore gegen Sandhausen

Der SCP feiert im letzten Heimspiel dieser Spielzeit einen hochverdienten 2:0-Sieg gegen Sandhausen und zeigt die vielleicht stärkste Saisonleistung in der Benteler-Arena.

Frank Beineke
06.05.2022 | Stand 07.05.2022, 10:15 Uhr |
Kevin Bublitz

Paderborn. Im Saisonendspurt fluppt’s beim SC Paderborn plötzlich sogar in der heimischen Benteler-Arena. Knapp zwei Wochen nach dem 3:0-Erfolg gegen Hannover gewann der SCP am Freitagabend vor 7.719 Zuschauern mit 2:0 (1:0) gegen den SV Sandhausen, so dass die Zahl der Saison-Heimsiege noch auf vier verdoppelt wurde.

Damit knackten die Paderborner zum fünften Mal in einer Zweitliga-Spielzeit die 50-Punkte-Marke. Und ganz nebenbei stellte der SCP mit dem vierten Zu-Null-Spiel in Folge einen Zweitliga-Vereinsrekord auf. Und unterm Strich war es wohl die beste Leistung, die Paderborns Kicker in dieser Saison in der heimischen Arena gezeigt hatten.

"Es ist keine Selbstverständlichkeit, am Ende einer Saison so aufzutreten. Diese Leistung bedeutet mir extrem viel", erklärte ein glücklicher Lukas Kwasniok nach Spielschluss. Paderborns Cheftrainer hatte sich mit einer Startelfänderung begnügt. Philipp Klement kehrte erwartungsgemäß in die Anfangsformation zurück. Kai Pröger musste überraschend auf die Bank.

Es entwickelte sich eine unterhaltsame erste Hälfte, in der die Gäste zunächst demonstrierten, warum sie acht Auswärtsspiele in Folge nicht verloren hatten. Sandhausen spielte schnörkellos nach vorne und verbuchte durch Pascal Testroet (7.) und Bashkim Ajdini (9.) die ersten Chancen. Beide Male war SCP-Keeper Jannik Huth zur Stelle.

In Minute 18 hätten dann aber die Hausherren in Führung gehen müssen. Nach einer SVS-Ecke fuhren die Paderborner einen schnellen Konter. Dennis Srbeny passte auf Klement, der plötzlich frei aufs gegnerische Tor zuging. Doch der SCP-Mittelfeldstratege wähnte sich scheinbar im Abseits, agierte zu zögerlich und scheiterte an SVS-Torhüter Patrick Drewes.

Vergebene Chance als Signal, Gas zu geben

Diese vergebene Chance war für Paderborn aber das Signal, Gas zu geben. Die Kwasniok-Schützlinge spielten fortan richtig stark auf und gingen durch ein Traumtor in Führung. Florent Muslija setzte einen Schlenzer aus gut 25 Metern zum 1:0 (27.) in den rechten Winkel.

Klement (38.) und Justvan (39.) hatten anschließend das 2:0 auf dem Fuß, wurden aber jeweils geblockt. Srbeny scheiterte noch zwei Mal (43./45.) an Drewes, wobei Sandhausens Keeper einen fulminanten 30-Meter-Schuss des SCP-Stürmers über die Latte lenkte. Und so war die Pausenführung für Paderborn hochverdient.

Nach Wiederbeginn gab’s ein Lebenszeichen von Sandhausen. Erik Zengas Fernschuss verfehlte nur hauchdünn sein Ziel (52.). Doch während Sandhausens überschaubare Fanschar im Gästeblock eine Rauchbombe zündete, schlug der SCP ein zweites Mal zu. Und wieder war es ein Zaubertor. So zirkelte Klement einen Freistoß aus halblinker Position um die Mauer herum zum 2:0 (60.) ins untere Eck.

Team und Trainer gehen auf Reisen

SCP-Keeper Huth verhinderte dann gegen den gerade eingewechselten Kutucu (67.) sowie Kinsombi (69./78.) jeweils den Anschlusstreffer. Auf der Gegenseite zog Klement gegen Drewes den Kürzeren (78./86.). Und auch Edeljoker Kai Pröger verpasste in Minute 85 das 3:0. Doch auch ohne ein weiteres Sahnehäubchen war es aus Paderborner Sicht ein rundum gelungener Abend.

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"Mir hat imponiert, wie ambitioniert unsere Mannschaft in diesem Match aufgetreten ist", urteilte SCP-Sportchef Fabian Wohlgemuth.  Und so reisen Paderborns Zweitliga-Kicker voller Selbstbewusstsein zum Saisonfinale nach Darmstadt (Sonntag, 15. Mai, 15.30 Uhr).

"Dort wollen wir Auswärtsmeister werden", betont SCP-Coach Lukas Kwasniok angesichts der Tatsache, dass sein Team derzeit die Auswärtstabelle anführt. Denn in fremden Stadien fluppte es in dieser Saison von Anfang an.

Vorher geht es allerdings auf eine vorgezogene Mannschaftsfahrt. Trainerstab und Team begeben sich am Samstag getrennt voneinander auf eine dreitägige Reise. Die Reiseziele wollte Lukas Kwasniok allerdings nicht verraten.

Der NW-Liveticker zum Nachlesen:

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