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SCP-Verteidiger Marcel Correia (r.), der sich hier gegen Sandhausens Torjäger Pascal Testroet durchsetzt, zeigte am Samstag wohl sein bislang bestes Spiel im Paderborner Trikot. - © picture alliance/dpa
SCP-Verteidiger Marcel Correia (r.), der sich hier gegen Sandhausens Torjäger Pascal Testroet durchsetzt, zeigte am Samstag wohl sein bislang bestes Spiel im Paderborner Trikot. | © picture alliance/dpa

SC Paderborn SCP-Splitter: Lob für Correia, Entwarnung bei Carls

Paderborns Abwehr-Routinier zeigt in Sandhausen bei seinem zweiten Startelf-Einsatz der Saison eine tadellose Leistung. Bei Jonas Carls bleiben wohl Knochen und Bänder heile. Und Marcel Mehlem beweist ungeahnte Qualitäten.

Frank Beineke
06.12.2021 , 05:45 Uhr

Carls erleidet eine Prellung

Jonas Carls kam beim 1:1 in Sandhausen zu seinem zweiten Zweitliga-Startelfeinsatz für den SC Paderborn. Der Neuzugang aus Schalke war gewohnt lauffreudig, hatte aber das Pech, dass das Paderborner Spiel gerade in der ersten Hälfte extrem rechtslastig war. Nach 58 Minuten war die Partie für Carls dann vorzeitig beendet. Der 24-Jährige musste nach einem Foul von Bashkim Ajdini wegen einer Verletzung am Sprunggelenk ausgewechselt werden. Sein Cheftrainer gab am Sonntag Entwarnung. "Es ist wohl nur eine Prellung", berichtete Lukas Kwasniok.

Pech hatte auch ein Ex-Paderborner in Diensten des SV Sandhausen: SVS-Linksverteidiger Chima Okoroji war bereits nach zwölf Minuten bei einem Kopfballduell mit SCP-Akteur Marco Schuster zusammengerasselt. Der 24-Jährige spielte zwar zunächst weiter, musste aber nach 25 Minuten raus. "Ihm war schwindelig. Vielleicht ist es eine leichte Gehirnerschütterung", erklärte Sandhausens Trainer Alois Schwartz.

Sonderlob für Correia

Ebenso wie Jonas Carls stand auch Marcel Correia am Samstag zum zweiten Mal in dieser Saison in der Paderborner Startelf. Zusammen mit Uwe Hünemeier und Jasper van der Werff bildete der 32-Jährige eine prima funktionierende Abwehr-Dreierkette, in der Correia sogar den stärksten Eindruck hinterließ. Der Deutsch-Portugiese gewann 82 Prozent seiner Zweikämpfe und bot wohl seine bislang beste Leistung im SCP-Trikot.

"Viel besser kann man defensiv nicht spielen. Marcel hatte sich diesen Startelf-Einsatz einfach verdient", sagt Trainer Lukas Kwasniok über seinen Abwehr-Routinier, der zumeist auf der Bank schmoren muss. "Die Reservistenrolle ist für ihn sicher nicht einfach, aber Marcel ist Profi durch und durch. Er verhält sich top und ist immer eine Option", erklärt Kwasniok. Und zumindest in einem System mit Dreierkette könnte Correia nun sogar erst einmal erste Wahl sein.

Die Murmel ist doch Mehlems Freund

Sein erstes Tor im Profibereich hatte Marcel Mehlem am 24. November 2017 für den Karlsruher SC im Drittligaspiel beim SC Paderborn geschossen. Am Samstag erzielte der 26-Jährige in der Partie beim SV Sandhausen nun seinen ersten Treffer für den SCP. Es war zugleich seine Torpremiere in der 2. Bundesliga. "Ich bin froh, dass ich da so cool geblieben bin", sagt Mehlem mit Blick auf die fünfte Minute, in der er Sandhausens Kapitän Dennis Diekmeier ins Leere grätschen ließ, um dann eiskalt zu vollstrecken.

"Eigentlich waren die drei Profitore, die ich bislang erzielt habe, alle sehr schön", sagt ein schmunzelnder Mehlem, über den Trainer Lukas Kwasniok vor einigen Wochen noch gesagt hatte: "Du kannst von Cello an der Murmel keine Wunderdinge erwarten." Schließlich zeichne sich der Mittelfeldakteur eher durch seinen unbändigen Kampfgeist und seine Pferdelunge aus. Doch hin und wieder wird auch ein Malocher mal zum Messi.

Durchschnaufen vor dem Jahresendspurt

In der Regel gönnt Lukas Kwasniok seinen Schützlingen nach einem Spiel nur einen freien Tag. Doch in dieser Woche werden die SCP-Kicker erst am Mittwoch wieder ins Training einsteigen. "So langsam geht es an die letzten Reserven. Es ist wichtig, nun erst einmal herunterzufahren, denn wir brauchen in diesem Topspiel viel Energie", sagt Paderborns Coach mit Blick auf das Hinrunden-Finale gegen den Tabellenzweiten SV Darmstadt 98, das am kommenden Samstag, 11. Dezember, um 13.30 Uhr in der Benteler-Arena steigt. Es ist jedoch noch nicht das letzte Spiel des Jahres, denn exakt eine Woche später steht zum Rückrunden-Auftakt in Paderborn noch das Duell gegen Heidenheim auf der Agenda.

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