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Vor 26 Jahren war Martin Przondziono (Mitte) zusammen mit Andreas Herzog und Thorsten Legat bei Werder Bremen und gehörte auch zum Kader der Meistermannschaft. - © imago/Schumann
Vor 26 Jahren war Martin Przondziono (Mitte) zusammen mit Andreas Herzog und Thorsten Legat bei Werder Bremen und gehörte auch zum Kader der Meistermannschaft. | © imago/Schumann

SC Paderborn SCP-Manager Przondziono will beim Wiedersehen an der Weser punkten

Martin Przondziono, Sportgeschäftsführer des SC Paderborn, hat immer noch eine enge Verbindung zum SV Werder Bremen und tauscht sich gerne mit alten Weggefährten aus.

Uwe Müller
05.12.2019 | Stand 05.12.2019, 19:57 Uhr

Paderborn. Wenn der SC Paderborn bei Werder Bremen antreten muss, ist es für SCP-Manager Martin Przondziono ein bisschen wie nach Hause kommen. Von 1990 bis 1994 spielte er bei den Grün-Weißen und gehörte auch zum Meisterkader. Auch wenn er unter „König" Otto Rehhagel zu keinem Einsatz bei Werders Profis kam, hat er immer noch eine enge Verbindung zum Club an der Weser und kickte dort auch in der Traditionself. „Werder ist mein Herzensverein. Ich wünsche den Bremern alles Gute, aber keine Punkte am Sonntag", sagt Przondziono vor dem Spiel im Weserstadion (18 Uhr).

Beim Treffen in Bremen geht es nicht immer um Fußball

Dann wird er auch auf den Aufsichtsratschef Marco Bode und seinen Bremer Kollegen Frank Baumann treffen – beides gute, alte Bekannte. „Marco kenne ich seit fast 40 Jahren und Frank seit 25 Jahren. Wir sehen uns auf Tagungen und wenn ich Zeit habe, bin ich auch gerne in Bremen, um uns auszutauschen. Da geht es aber nicht immer nur um Fußball", so Paderborns Sport-Geschäftsführer, der auch mal mit den alten Kollegen eine Runde Golf spielt. Mit Bode hat der in Salzgitter aufgewachsene Przondziono als C-Jugendlicher in der Niedersachsenauswahl gespielt, mit Baumann in der 2. Liga beim 1. FC Nürnberg. Zu ihm hat der Paderborner als Berufskollege einen engeren Draht als zu Bode.

"Bremen spielt ähnlich wie wir"

„Wir ticken fast gleich und verstehen uns gut." Auch mit Thomas Schaaf oder Mirko Votava tausche er sich oft aus. Das hat auch mit Werders Einstellung zum Fußball zu tun – die Hanseaten sind etwas unaufgeregter als andere Clubs und versuchen auf junge Spieler zu setzen. „Und Bremen spielt auch ähnlich wie wir. Offensiv. Vor allem zu Hause", so Przondziono, der aber keine Angst hat, in einem Sturmlauf von Werder unterzugehen. „Es liegt uns ganz gut, wenn eine Mannschaft mitspielt." Auch dass die Elf von Trainer Florian Kohfeldt die längere Durststrecke von acht Spielen ohne Sieg mit dem 3:2-Erfolg in Wolfsburg beendete und nun mit wieder mit breiterer Brust auftreten kann, sieht er entspannt.

Einige Spieler stehen auf der Ausleihliste

Ebenso geht er derzeit auch die Personalplanungen beim SC Paderborn an. Das Fenster für die Wintertransfer öffnet am 1. Januar 2020 für einen Monat. Und da würde er gerne den einen oder anderen Spieler aus dem 29 Mann starken Kader ausleihen. Oder auch einen neuen Spieler hinzuholen. „Wir sind schon mit Spielern, die bisher wenig oder gar keine Einsätze hatten, im Gespräch", sagt der SCP-Manager. Dabei denkt er vor allem an Marcel Hilßner und Johannes Dörfler, die bereits Ende August Kandidaten für Ausleihen waren. Beide wollten aber ihre Chance in Paderborn suchen. Das hat bis dato nicht funktioniert, sie standen noch nicht einmal im Kader. Anders war es bei Khiry Shelton, der schon zu zwei Einsätzen kam, aber ebenso auf der Ausleihliste steht. Dort könnte man auch Rifet Kapic vermuten, aber Martin Przondziono hält große Stücke auf den Bosnier, der sich aber noch in keinem Bundesligaspiel zeigen durfte. „Rifet ist gar nicht so weit weg von der Mannschaft, wie viele glauben. Wie es mit ihm weitergeht, besprechen wir."

Das angebliche Interesse von West Ham United an Paderborns treffsichersten Stürmer Streli Mamba (5 Tore) hat der SCP-Geschäftsführer auch nur gelesen: „Es ist klar, dass Streli Interesse weckt. Aber es hat sich noch kein Verein bei uns gemeldet, auch für andere Spieler nicht." Unbedingt ausdünnen möchte er den Kader allerdings nicht. Unter den 29 Spielern seien auch vier Torwarte und einige Perspektivspieler. Zudem brauche man auch in der Breite Qualität, um auf allen Positionen Druck ausüben zu können, so Przondziono.

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