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Horst Seehofer bei der Vorstellung seines "Masterplan Migration". - © picture alliance / ZUMAPRESS.com
Horst Seehofer bei der Vorstellung seines "Masterplan Migration". | © picture alliance / ZUMAPRESS.com

Politik Seehofers Geschenk zum 69. Geburtstag: 69 abgeschobene Afghanen

Bundesinnenminister: "Das war von mir so nicht bestellt"

Björn Vahle
10.07.2018 | Stand 10.07.2018, 16:53 Uhr |

Berlin. Horst Seehofer (CSU) ist am 4. Juli 69 Jahre alt geworden. Am selben Tag wurden 69 Menschen aus Afghanisten in ihr Heimatland abgeschoben. Diesen Zufall fand Horst Seehofer so amüsant, dass er ihn bei der Vorstellung seines "Masterplan Migration" offenbar unbedingt erwähnen wollte. Horst Seehofer feiert seinen 69. Geburtstag mit 69 Abschiebungen nach Afghanistan, unfassbar zynisch #Seehoferpic.twitter.com/ijyw7IsIg0 — Tilman (@tilman_s) 10. Juli 2018 "Ausgerechnet an meinem 69. Geburtstag sind 69 – das war von mir so nicht bestellt – Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden", sagte Seehofer vor Journalisten, ein belustigtes Grinsen im Gesicht. Abschiebungen nach Afghanistan soll es eigentlich nur in Ausnahmefällen geben, da das Land noch immer nicht als sicher gilt. Und es sollten eigentlich nie mehr als 50 Menschen gleichzeitig abgeschoben werden. Mit Zurückweisungen, besseren Asylverfahren und gekürzten Sozialleistungen will Bundesinnenminister Horst Seehofer die Probleme der Migration in den Griff bekommen. All diese Forderungen stehen in seinem "Masterplan". Was fehlt sind die Einigungen aus dem Asylstreit, da das Papier laut Seehofer vom 4. Juli stammt. Bundeskanzlerin Merkel hat angekündigt, künftig wieder uneingeschränkt nach Afghanistan abschieben zu lassen. Die Lage sei "volatil", also unsicher, aber es gebe "keine systematische Gewalt gegen Einzelne".

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