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Chronik der Planung

Vor 43 Jahren begannen die Überlegungen für eine Autobahn durch den Norden Bad Oeynhausens

02.07.2008 | Stand 04.02.2015, 12:36 Uhr

Bad Oeynhausen. Über viele Hürden ist die Planung der Nordumgehung gegangen. Eine Chronologie:

1965: Die Nordumgehung wird in die konkrete Vorplanung aufgenommen.

1975: Erstmals wird eine Linienführung für die Trasse der Nordumgehung bestimmt.

1978: Die Entwurfsgenehmigung wird erteilt, die Planfeststellung für den Ostabschnitt der Trasse wird eingeleitet.

1979: Die Entwurfsgenehmigung für den Westabschnitt der Nordumgehung wird erteilt.

1987: Der Bad Oeynhausener Stadtrat spricht sich mehrheitlich gegen den Bau der Nordumgehung aus.

1993: Die Kehrtwende: Der Stadtrat entscheidet sich nun für den Bau der Nordumgehung gemäß der Variante IVa, jener Version, die noch immer - mit kleineren Änderungen - aktuell ist.

2001: Das Planfeststellungsverfahren von 1978 wird endgültig, auch offiziell, eingestellt.

30. März 2001: Das neue Verfahren mit dem Antrag auf Einleitung des Anhörungsverfahrens wird eröffnet.

7. Mai bis 8. Juni 2001: Die Bad Oeynhausener und Löhner haben erstmals die Gelegenheit, die Nordumgehung in Gänze zu bestaunen - im Modell.

9. Juli 2001: Bis zum Ende der Einwendungsfrist gehen 1.408 Einwendungen gegen die Planung ein.

Oktober 2002: Der Landesbetrieb Straßen hat die Einwendungen durchgearbeitet und leitet sie an die Bezirksregierung, die Herrin des Verfahrens, weiter.

10. Februar 2003: Sechs Tage lang werden die Einwendungen in der mündlichen Erörterung im Rehmer Bürgerhaus abgearbeitet. Der Landesbetrieb muss nachbessern und eine Verkehrsprognose und ein weiteres Klimagutachten nachreichen. Auch die Südumgehung soll einer Grob-Analyse unterzogen werden.

2005: Bürgermeister Klaus Mueller-Zahlmann geht vom Baubeginn der Nordumgehung schon 2008 aus.

9. November 2005: Die Bezirksregierung Detmold befürwortet den Bau der Nordumgehung und reicht die Planung an den NRW-Verkehrsminister weiter.

29. November 2005: Die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl macht sich in Bad Oeynhausen für die Nordumgehung stark.

Januar 2006: 13 Häuser mussten schon für die Nordumgehung weichen.

1. April 2006: Vermessungsarbeiten für die Nordumgehung beginnen.

5. April 2006: Statt des Verkehrsministers Oliver Wittke soll die Bezirksregierung über den Planfeststellungsbeschluss entscheiden.

7. April 2006: Die Gegner der Nordumgehung wollen auf dem Hockeyplatz beweisen, dass der Quellenschutz einer Troglösung nicht im Wege steht. Eine monatelange Diskussion über der Erlaubnis einer Bohrung setzt ein.

11. Mai 2006: Der Landesbetrieb lässt den Untergrund der zukünftigen Trasse prüfen, um die Standfestigkeit der Nordumgehung zu sichern.

12. Januar 2007: Die Bezirksregierung schließt die Prüfung der Nordumgehung ab und erlässt den Planfeststellungsbeschluss.

13. Februar 2007: Die einmonatige Rechtsbehelfsfrist beginnt.

März 2007: Jurist Dr. Christoph Jahn rät der Stadt von einer Klage gegen den Plnafeststellungsbeschluss ab.

12. März 2007: Drei Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss zur Nordumgehung sind beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingegangen.

2. Juli 2008: Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt unter Vorsitz von Richter Dr. Ulrich Storost ab 10 Uhr die verbliebene Sammelklage.

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