Kantor Heinz-Hermann Grube und Achim Grube von der GBSL-Stiftung sind begeistert vom vielseitigen Kircheninstrument Orgel. - © Judith Gladow
Kantor Heinz-Hermann Grube und Achim Grube von der GBSL-Stiftung sind begeistert vom vielseitigen Kircheninstrument Orgel. | © Judith Gladow

Lübbecker Land In den Ferien erklingen die Orgeln im Lübbecker Land

Die Reihe "Orgelsommer" des Kirchenkreises Lübbecke geht in die achte Runde. Hochkarätige Organisten ziehen im Lübbecker Land die Register und begleiten diverse Solisten

Judith Gladow
14.07.2019 | Stand 14.07.2019, 15:31 Uhr

Lübbecker Land. Sieben Sonntage, sechs Konzerte, eine Tour und viele verschiedene Orgeln: Es beginnt der achte „Orgelsommer" im Kirchenkreis Lübbecke, der Musikliebhaber durch die Ferienzeit bringt. Gefördert wird die Reihe wie in jedem Jahr von der Stiftung der Bau- und Siedlungsgenossenschaft GBSL Lübbecke. Es werden Orgeln im ganzen Altkreis bespielt – mit einem vielseitigen Programm. Das mündet schließlich in eine Orgel-Tour durch Bielefeld. Zum Auftakt gibt es am Sonntag, 14. Juli, aber erst einmal ein eigenes Orgelkonzert für Kinder. In der St.-Andreas-Kirche Lübbecke nehmen Heinz-Hermann Grube an der Orgel und Sabine Hafer als Sprecherin ihre kleinen Zuhörer dann mit auf „Die Arche Noah". Wie alle Konzerte beginnt es um 18 Uhr. Vogelstimmen beim zweiten Konzert im Mittelpunkt Alles Orgelkonzerte, wird das nicht eintönig? Nein, sagt Kantor Heinz-Hermann Grube ganz klar. „Das sind alles unterschiedliche Formate, mit sehr abwechslungsreichen Themen", erklärt er. Beim zweiten Konzert am 21. Juli sind etwa Vogelstimmen im Mittelpunkt. „Nachtigall & Co." steht als Titel über dem Konzert für zwei Orgeln und Blockflöte. In der Michaelskirche Espelkamp widmen sich Elisabeth Schwanda (Blockflöte), Tobias Krügel und Christoph Heuer (beide Orgel) der Stimmenvielfalt des Vogelreichs. „Der Kuckuck" von Louis-Claude Daquin steht dann genauso auf dem Programm wie „Der Distelfink" von Vivaldi und viele weitere geflügelte Interpretationen von berühmten Komponisten aus vier Jahrhunderten. Kunstvolle Orgelimprovisationen Am 28. Juli können die Besucher der St.-Marien-Kirche in Dielingen die kunstvollen Orgel-Improvisationen des Konzertorganisten Sietze de Vries hören. Der Niederländer konzertiert in vielen europäischen Ländern, in den Vereinigten Staaten, Kanada, Russland und Australien. Bei verschiedenen Orgelwettbewerben hat er nicht weniger als 15 Preise gewonnen. Er ist künstlerischer Leiter des Orgel Educatie Centrum Groningen und als Improvisations-Dozent viel gefragt. Neben seinen Improvisationen interpretiert er beim Konzert in Dielingen auch Michael Praetorius’ Suite de Danses – Terpsichore von 1612 und ein Konzert von Johann Sebastian Bach. Orgelmusik ist Weltkulturerbe seit 2017 Das vierte Konzert am 4. August steht unter der Überschrift „Weltkulturerbe Orgelmusik". Der Kirchenmusiker Michael A. Müller aus Leimen bringt dann die Hammer-Orgel der Christuskirche Isenstedt zum Klingen. „Die Orgel ist ja eines der ältesten Musikinstrumente der Welt. 2017 wurde die Orgelmusik von der UNESCO als ,Immatrielles Kulturerbe der Menschheit’ anerkannt", erklärt Achim Grube von der GBSL-Stiftung. Weiter geht es am 11. August in Pr. Oldendorf. In der St.-Dionysius-Kirche wird es „sommerlich-bunt". Stücke von Vivaldi bis Gershwin werden von Kirchenmusikdirektor Wolfgang Bahn aus Vlotho interpretiert. Mit dem Bus zu den schönsten Orgeln in Bielefeld Und am 18. August frohlocken Daniela Brinkmann (Orgel) und Christian Kornmaul (Trompete) unter dem Motto „Festivo" in der St.-Nikolaus-Kirche Gehlenbeck. Zum Abschluss geht es am 25. August auf „Orgelsommertour". Von der Michaeliskirche Espelkamp aus geht es per Bus nach Bielefeld. Es werden die Orgeln der Altstädter Nicolaikirche, der Neustädter Marienkirche, von St. Jodokus und die der Bartholomäus-Kirche in Brackwede besichtigt. Dafür können sich Interessierte bis zum 19. August anmelden bei Birgit Adam, Tel. (0 57 41) 2 70 01 02, E-Mail: Birgit.Adam@kirchenkreis-luebbecke.de.

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