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Thomas Schellhorn (l.) und Steven Noble von der Freiwilligen Feuerwehr Höxter. - © Sebastian Beeg
Thomas Schellhorn (l.) und Steven Noble von der Freiwilligen Feuerwehr Höxter. | © Sebastian Beeg

Höxter Zwei Fehlalarme halten Feuerwehr in Höxter in Atem

Am Donnerstagnachmittag wird innerhalb kurzer Zeit in zwei Tiefgaragen der Alarm fälschlicherweise ausgelöst. Ein Ärgernis für die zum Teil freiwilligen Einsatzkräfte.

Sebastian Beeg
27.02.2020 | Stand 27.02.2020, 15:50 Uhr

Höxter. Für viel Ärger unter den Einsatzkräften sorgten am Donnerstagnachmittag, 27. Februar, zwei Fehlalarme in der Höxteraner Innenstadt. Zunächst wurde der Löschzug Höxter um 13.05 Uhr zu einem Alarm in der Tiefgarage der Volksbank an der Möllingerstraße gerufen. Dort angekommen stellte die Wehr rasch fest, dass es sich um den missbräuchlichen Gebrauch eines Notrufes handele, wie Löschzugführer und Brandoberinspekteur Steven Noble mitteilte. Unbekannte hatten in der Tiefgarage den Brandalarm ausgelöst.

Nachdem die Freiwillige Feuerwehr gerade zurück im Gerätehaus angekommen war, wurde der Löschzug um 13.44 Uhr zu einem weiteren Alarm, dieses Mal in der Tiefgarage des Woolworth-Kaufhauses an der Marktstraße, gerufen.

Zwischenzeitlich waren die Einsatzleitung, ein Löschfahrzeug, ein Rettungswagen und zwei Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Allerdings handelte es sich auch dieses Mal wieder um einen vorsätzlich ausgelösten Fehlalarm. Jeweils war die Scheibe vor dem Alarmknopf zerstört worden. Dies ist eine Straftat, wie Polizeisprecher Jörg Niggemann betont.

Fahndung bislang ohne Erfolg

Nach Zeugenaussagen kommt für beide Taten eine Gruppe von Jugendlichen infrage, wie die Polizei berichtet. Nach ihnen wurde direkt nach den Taten auch gefahndet - allerdings bislang ohne Erfolg. "Für weitere Hinweise ist die Polizei dankbar", so Niggemann. Hinweise sind unter Tel. (0 52 71) 9620 möglich.

Der missbräuchliche Fehlalarm stieß bei den Einsatzkräften, die unverrichteter Dinge wieder abzogen, vor Ort auf Unverständnis. Noble und seine Männer müssen seit September in regelmäßigen Abständen zu solchen Fehlalarmen ausrücken. "Alleine an Huxori mussten wir dreimal rausfahren", sagt Noble, der klare Worte zu diesen Einsätzen findet. "Es ist sehr ärgerlich. Wir müssen mitten während der Arbeitszeit raus." Gleichzeitig binden diese Einsätze wichtige Kräfte, die vielleicht an anderer Stelle gebraucht werden. "Das gefährdet Menschen, die wirklich unsere Hilfe brauchen."

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