Gute Stimmung: Im Keller des Historischen Rathauses war der Club von 2007 bis 2012 zuhause. Es wurde bis tief in die Nacht gefeiert und getanzt. - © Mirko Niederprüm
Gute Stimmung: Im Keller des Historischen Rathauses war der Club von 2007 bis 2012 zuhause. Es wurde bis tief in die Nacht gefeiert und getanzt. | © Mirko Niederprüm

Höxter Clubben in Höxter: Club M lebt im Bowling-Center wieder auf

Nachtleben: 2013 schloss die letzte Partylocation in Höxter. Am 16. Februar geht die Party im Bolzano weiter

Höxter. Seit sechs Jahren geschlossen, aber keineswegs vergessen: der Club M in Höxter. Satte Beats, volle Tanzfläche und feierfreudige Besucher prägten die Nächte im Keller des Historischen Rathauses. Doch 2013 war dann Schluss, der letzte Club in Höxter schloss endgültig seine Türen. Der Wunsch nach Party und Tanzen ist damit aber nicht erloschen, wie Mirko Niederprüm, der früher den Club M betrieb, weiß. Deswegen lebt der Club M am Samstag, 16. Februar, im Bolzano wieder auf. Dann geht das Clubben im Bowling-Center weiter. "Ganz leise ertönt ein erster Rhythmus" postete Mirko Niederprüm im Januar auf der Facebook-Seite "M Freunde", der Fans des Club M auch jetzt noch folgen. Hunderte reagierten bereits in Vorfreude auf diese kurze Nachricht. Seit der Schließung Ende 2012, "Silvester war unsere letzte Veranstaltung in dem Jahr", endlich wieder ein Lebenszeichen. Denn in den vergangenen Jahren war es ruhig geworden um den Club M. Doch jetzt soll an das einstige Nachtleben angeknüpft werden. Tanzen und Feiern ist selten geworden in Höxter Initiiert hat die Party in Bolzano unter dem Titel "Club M Back in Time" Klaus Bretschneider, bekannt als DJ Cube, der im Club M auflegte. Er holte Mirko Niederprüm mit ins Boot, jetzt veranstalten sie die Party mit Christoph Altmiks, Betreiber des Freizeit- und Event-Centers Bolzano, gemeinsam. Im März 2013 hat es im Bolzano bereits eine Club M-Party gegeben. Damals nur in der Sportsbar. "Es war so voll, dass einige Gäste gar nicht mehr rein konnten", erinnert sich Niederprüm. Dieses mal wird im Bowling-Center gefeiert, wo es deutlich mehr Platz gibt. Natürlich auch die passende Licht- und Soundanlage. Auflegen wird DJ Cube. So erklingen Hits der Club M-Zeit wie "One more Time" von Daft Punk, "My My My" von Armand van Helden und "Animals" von Martin Gerrix sowie "Sunshine" von David Guetta & Avicii. "Aber wir spielen natürlich auch aktuelle Sachen", sagt Niederprüm. Willkommen ist jeder ab 18 Jahren, der gerne feiern gehen und Leute treffen möchte. Karten gibt es im Bolzano und im Schmeckwerk. Es wird auch eine Abendkasse geben. Das Bedürfnis nach Feiern und Tanzen sei bei den Höxteraner groß. "Ich werde immer noch angesprochen und gebeten, mal wieder was zu machen", berichtet Niederprüm. Denn das Höxteraner Nachtleben habe nicht mehr viel zu bieten. Wer mal feiern und tanzen will, wird in der Kreisstadt nicht fündig. Das bedauert Niederprüm. Er hätte den Club damals gerne weitergeführt, aber den Zuschlag bei der Ausschreibung - es handelt sich beim Historischen Rathaus um ein städtisches Gebäude - nicht erhalten. Das Ritmo zog nach dem Brand an der Westerbachstraße in den Ratskeller. Auftakt für weitere Partys Das Ende des Club M habe auch Nachteile für die anderen Gastronome gebracht. "Früher sind die Leute erst ins Aroma, dann zu uns in den Club und später noch ins Forum. Da hatten alle was davon." Die Idee, woanders einen Club zu eröffnen, ließ sich bisher nicht realisieren. Es gebe keine passende Location, so Niederprüm, der betont, dass es ihm nie um den Profit gegangen sei. "Ich wollte dem Leuten etwas bieten, etwas, woran sie Spaß haben." Im Ratskeller bot er regionalen DJs eine Bühne. Die Einnahmen der Veranstaltungen investierte er in andere Events, für die er dann bekanntere DJs engagierte. "Sie kamen zum Beispiel aus Hamburg oder Köln", erinnert sich Niederprüm. Besonders beliebt seien die Partys "RnB meets House" und "Night Clubbing" gewesen. Wenn die Party erfolgreich ist, soll es nicht die letzte sein. Dann will Niederprüm nach einem anderen Lokal suchen, wo die Party weitergehen kann. Grundsätzlich wünscht sich der ehemalige Clubbetreiber, dass in Höxter wieder mehr geboten wird, sich die Gastronome vielleicht zusammenschließen und das Nachtleben wieder aufleben lassen. Davon würden alle profitieren.

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