Einsatzbereit: SCP-Coach Steffen Baumgart kann wohl am Samstag auf Sven Michel setzen. Der zuletzt angeschlagene SCP-Stürmer kehrte am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurück. - © Marc Köppelmann
Einsatzbereit: SCP-Coach Steffen Baumgart kann wohl am Samstag auf Sven Michel setzen. Der zuletzt angeschlagene SCP-Stürmer kehrte am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurück. | © Marc Köppelmann

SC Paderborn SC Paderborn erwartet brandgefährliche Zebras

Die Duisburger gastieren am Samstag in der Benteler-Arena und tankten jetzt neues Selbstvertrauen gegen Köln

Frank Beineke
11.04.2019 | Stand 11.04.2019, 15:42 Uhr |

Paderborn. Für Endergebnisse wie ein 4:4 ist in dieser Zweitliga-Saison eigentlich der SC Paderborn zuständig. Doch am Mittwoch trotzte Kellerkind MSV Duisburg dem Liga-Primus 1. FC Köln mit eben jenem Resultat ein Remis ab. Der SC Paderborn weiß somit, was auf ihn zukommt. Denn an diesem Samstag (13 Uhr) gastieren die Duisburger in der Benteler-Arena. „Auch das wird ein enges und intensives Spiel", prognostiziert SCP-Coach Steffen Baumgart, der sich das besagte 4:4 live vor Ort anschaute. Was die akut abstiegsgefährdeten Zebras zu leisten imstande sind, haben aber auch die Paderborner in dieser Saison bereits hinlänglich erfahren. So ging das Hinspiel in Duisburg 0:2 verloren. Und der 3:1-Sieg, den der SCP im DFB-Pokal-Achtelfinale nach einem 0:1-Rückstand an der Wedau einfuhr, war ein hartes Stück Arbeit. Michel müsste einsatzbereit sein „Der MSV wird um jeden Zentimeter fighten. Wir müssen Feuer mit Feuer bekämpfen und dürfen Duisburg keine Luft zum Atmen geben", fordert SCP-Stürmer Sven Michel. Der 28-Jährige war in dieser Woche der einzige Stammspieler, hinter dessen Einsatz noch ein Fragezeichen gestanden hatte. Doch am Donnerstag kehrte der angeschlagene Angreifer (Fußprellungen) ins Teamtraining zurück. „Sven konnte alles mitmachen. Wir gehen davon aus, dass er uns am Samstag zur Verfügung steht", berichtet Baumgart, der somit auf alle etatmäßigen Kader-Kandidaten zurückgreifen kann. Ob es im Vergleich zum jüngsten Spiel in Sandhausen (1:1) Änderungen in der Startelf geben wird, ist unklar. Womöglich kehrt Bernard Tekpetey in die Anfangsformation zurück. Ein Ex-Paderborner feiert derweil am Samstag ein Wiedersehen mit seiner alten Wirkungsstätte: Moritz Stoppelkamp, der von 2014 bis 2016 für den SCP kickte, wird für den MSV auf dem Platz stehen. Der 32-Jährige schoss beim 4:4 gegen Köln seine ersten beiden Saisontore und war neben Kevin Wolze der überragende Spieler der Zebras. Rund 11.500 Zuschauer werden erwartet „Auf uns kommt viel individuelle Qualität zu", urteilt Baumgart. Und obwohl der MSV in den vergangenen beiden Spielen gegen Ingolstadt (2:4) und Köln acht Gegentore kassierte, lobt der SCP-Coach auch die Defensivkünste der Meidericher. In der Tat: Vor den besagten zwei Partien fing sich der MSV nur einen Gegentreffer in 360 Minuten ein. „Wir müssen uns am Samstag jede Torchance hart erarbeiten", sagt Baumgart. Ein 4:4 dürfte jedoch auch diesmal nicht ausgeschlossen sein. Die Partie wird am Samstag übrigens vor einer fünfstelligen Kulisse stattfinden. Von einer ausverkauften Benteler-Arena ist der SCP allerdings noch ein gutes Stück entfernt. So wurden bis Donnerstagvormittag rund 9.700 Karten verkauft. Der Verein rechnet mit 11.500 Zuschauern, darunter 1.500 MSV-Fans.

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