0
Unfallschwerpunkt: Auf der B 68 bei Dörenhagen kam es im April dieses Jahres zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang. - © Ralph Meyer
Unfallschwerpunkt: Auf der B 68 bei Dörenhagen kam es im April dieses Jahres zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang. | © Ralph Meyer

Kreis Paderborn Fachleute nehmen Unfallschwerpunkte im Kreis Paderborn in den Blick

Immer wieder kommt es auf bestimmten Straßenabschnitten zu schweren oder tödlichen Unfällen. Landrat Müller betont, wie wichtig die Arbeit der Unfallkommissionen ist.

Marc Schröder
16.09.2019 | Stand 16.09.2019, 21:22 Uhr

Kreis Paderborn. Immer wieder kommt es im Kreis Paderborn zu Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang oder schwer verletzten Personen. Einige Unglücksstellen tauchen dabei wiederkehrend in den Statistiken der Polizei auf, sie werden als Unfallhäufungsstellen bezeichnet. Zur Verringerung der schweren Unfälle werden diese Punkte von Unfallkommissionen in Augenschein genommen, um über entsprechende Maßnahmen zu beraten. Je nach Lage und Verhältnissen der Örtlichkeiten arbeiten in den Kommissionen Verkehrsexperten der Polizei, der Straßenverkehrsbehörden, der Straßenbaulastträger/Straßen NRW sowie der Bezirksregierung zusammen. Sie prüfen anhand der Aktenlage und bei Ortsterminen, ob durch geeignete Maßnahmen Verbesserungen der Verkehrssicherheit in dem betroffenen Bereich möglich sind. Hauptziel ist es die Unfallzahlen zu reduzieren. Maßnahmen zeigen Wirkung Insgesamt gibt es im Kreisgebiet 70 solcher Unfallschwerpunkte, davon entfalle knapp die Hälfte auf Bereiche außerhalb geschlossener Ortschaften. "Der Beobachtungszeitraum für die Unfallhäufung wird über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet", erläutert Günther Hansjürgens von der Kreispolizei auf Nachfrage von nw.de. Über die Arbeit der Unfallkommissionen hat sich zuletzt auch Landrat Manfred Müller informiert. "Unsere Arbeit in den Unfallkommissionen trägt seit Jahren dazu bei, dass die Zahl der schweren Verkehrsunfälle weiter zurückgeht. Trotzdem sind jeden Tag ein schwer verletzter und jeden Monat ein getöteter Verkehrsteilnehmer im Kreisgebiet zu viel", so Müller. Zu den durch Abhilfe-Maßnahmen entschärften Unfallschwerpunkten führt die Paderborner Polizei beispielsweise die Auffahrt der L 814 auf die Bundesstraße 1 auf. In diesem Bereich waren zwischen 2011 und 2013 fünf Menschen schwer- und drei Personen leicht verletzt worden. Nach Umsetzung von baulichen Maßnahmen, wie Verbesserungen an der Fahrbahnoberfläche, optimierter Verkehrsführung und eine veränderte Seitenneigung der Fahrbahn, wurde die sogenannte Unfalllage verbessert. Nach Fertigstellung der Fahrbahnumgestaltung sei dort niemand mehr verunglückt. Nach schweren Unfällen im Bereich nahe der Kreuzung B68/K1 bei Dörenhagen wurde beschlossen dort eine Ampelanlage zu errichten. Auf der B 64 bei Delbrück Westenholz soll ein Kreisverkehr die Gefahrensituation entschärfen.

realisiert durch evolver group