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Hinter Stacheldraht: Am Sonntag können alle Interessierten in die Alanbrooke-Kaserne. - © Holger Kosbab
Hinter Stacheldraht: Am Sonntag können alle Interessierten in die Alanbrooke-Kaserne. | © Holger Kosbab

Paderborn Paderborner können sich die Alanbrooke-Kaserne aus 35 Metern Höhe ansehen

Interessierte können in einer Bimmelbahn fahren und aus 35 Metern Höhe über das Gelände schauen

Holger Kosbab
19.07.2019 | Stand 19.07.2019, 19:30 Uhr

Paderborn. Einen letzten Blick hinter die Mauern der Alanbrooke-Kaserne vor dem anstehenden Umbau des Areals können alle Paderborner an diesem Sonntag, 21. Juli, werfen. Der Eintritt ist von 10 bis 18 Uhr frei und erfolgt über das Kasernentor an der Elsener Straße Ecke Giefersstraße. Bei einer Fahrt mit einer Bimmelbahn durch nicht zugängliche Bereiche des Areals können sich Interessierte über die aktuellen Planungen und die ehemalige Nutzung des Geländes informieren lassen. Die Bahn fährt ab 10.30 Uhr, letzte Fahrt ist um 17.30 Uhr. Hoch hinaus im Ballon Einen Überblick über das gesamte Gelände bietet der Warsteiner-Ballon, der am Kran in eine Höhe von rund 35 Meter gehoben wird. Außerdem werden zwei der denkmalgeschützten Kasernengebäude im Erdgeschoss geöffnet, um einen Eindruck zu vermitteln, wie diese noch vor wenigen Jahren durch das britische Militär genutzt wurden. Die Ausstellung „von der preußischen Kaserne zum Wohn- und Kreativquartier" informiert mit Bildern und Fundstücken über die Entwicklung der Alanbrooke-Kaserne. Kreativ werden können an diesem Tag auch Kinder und den asphaltierten Exerzierplatz mit Malkreide in eine bunte Blumenwiese verwandeln. Picknick und Dudelsack-Musik Auch für Unterhaltung und das leibliche Wohl ist gesorgt. Auf einer Picknickwiese am Rande des Exerzierplatzes gibt es Kaffee und Kuchen oder Kaltgetränke zu Pizza und Gegrilltem. Bewundert werden kann dabei die ehemalige Turnhalle, die vor dem anstehenden Abriss noch einmal von Graffiti-Künstlern gestaltet wird. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Band The British, deren Spezialgebiet britische Pophits sind. Die Highland Dragon Pipe Band sogt mit Dudelsäcken (Pipes) und den am härtesten gespannten Trommeln der Welt (Snares) für Stimmung. Sogar vier Leibwächter der Queen sind dabei, zumindest sehen die Schauspieler des Walk-Acts Queensguard ihnen zum Verwechseln ähnlich. Sie werden die Besucher am Tag der offenen Tür empfangen und ihnen an der ein oder anderen Stelle den Weg über das Gelände weisen. Seit 2016 – mit Beschluss des Rates über das Strukturkonzept – stehen die Pläne der Stadt Paderborn, auf dem ehemaligen Gelände der Alanbrooke-Kaserne ein urbanes Quartier zu schaffen. Dabei sollen rund 800 Wohneinheiten entstehen. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Arbeiten beginnen.

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