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Drei Daumen, eine Kerze: Zum einjährigen Geburtstag der Garage 33 stellen (v. l.) Otto Drosihn (Vorsitzender von "Paderborn überzeugt"), Rüdiger Kabst (Leiter des Technologietransfer- und Existenzgründungscenters der Uni Paderborn) und Bürgermeister Michael Dreier ihr Foto zum Start des Innovationsquartiers nach. - © Birger Berbüsse
Drei Daumen, eine Kerze: Zum einjährigen Geburtstag der Garage 33 stellen (v. l.) Otto Drosihn (Vorsitzender von "Paderborn überzeugt"), Rüdiger Kabst (Leiter des Technologietransfer- und Existenzgründungscenters der Uni Paderborn) und Bürgermeister Michael Dreier ihr Foto zum Start des Innovationsquartiers nach. | © Birger Berbüsse

Paderborn Paderborner Ideenschmiede Garage 33 ist ein großer Erfolg

Ein Jahr nach dem Start des Existenzgründungscenters fällt die erste Zwischenbilanz äußerst positiv aus

Birger Berbüsse
25.07.2018 | Stand 25.07.2018, 11:26 Uhr

Paderborn. Die Anfänge lagen zwar nicht wirklich in einer Garage. Aber Rüdiger Kabst hatte auch nichts vorzuweisen, als er im Herbst 2016 für sein Projekt Garage 33 warb. "Nur Ideen", erinnert sich der Vizepräsident für Technologietransfer und Marketing. Die allerdings fielen bei dem Gespräch mit Bürgermeister Michael Dreier und Otto Drosihn, Vorsitzender der Standortinitiative "Paderborn überzeugt", auf fruchtbaren Boden, so dass das Existenzgründungs-Center vor einem Jahr im Technologiepark 8 an den Start gehen konnte.

Anlässlich des einjährigen Geburtstags von Garage 33 zogen die drei "Gründungsväter" nun eine erste Zwischenbilanz - und zwar eine "sehr erfreuliche", wie Rüdiger Kabst, der auch Leiter des Technologiezentrums TecUP ist, mit einigen Zahlen untermauerte. "Durch Garage 33 sind schon 35 Digitalisierungs-Start-ups entstanden", berichtete Kabst. Und verriet zur Einordnung, dass eigentlich nur mit 20 Gründungen bis Ende 2019 gerechnet worden sei. Zusätzlich seien neun Digitalisierungserfolge in bestehenden regionalen Unternehmen entstanden. So seien bis jetzt bereits 156 neue Arbeitsplätze in OWL geschaffen worden - eine Quote von 4,4 Jobs pro Start-up. Kabst ist sicher, dass sich diese Zahlen schon bis zum zweiten Geburtstag deutlich nach oben entwickelt haben werden. Im nächsten Jahr erwartet er über 50 Start-ups mit mehr als 300 Arbeitsplätzen.

"Disrupt Workshops" als Aushängeschild

Stolz ist Kabst auch darauf, dass man drei Start-ups aus anderen Städten nach Paderborn geholt habe. Dieser Erfolg wäre aber natürlich nicht ohne finanzielle Unterstützung möglich gewesen. Mit insgesamt drei Millionen Euro finanzieren die Standortinitiative "Paderborn überzeugt", die Universität Paderborn und die Paderborner Wirtschaftsförderungsgesellschaft die Einrichtung. Zusätzlich sind laut Kabst bislang weitere zwei Millionen Euro an Fördermitteln für die Gründer eingesammelt worden.

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Gründerszene Paderborn: Im Technologiepark öffnet die Garage 33

In diesem Jahr gingen gleich drei der ersten acht NRW-Gründungsstipendien an Start-ups der Garage 33, die außerdem zwei hochrangige Preise einheimste. Für diese Erfolge ist aber auch einiges geleistet worden, betont Kabst. So seien 169 Gründer in 62 Gründerteams betreut, 600 Coachings durchgeführt und 80 Events veranstaltet worden. Ein Aushängeschild seien die sogenannten "Disrupt Workshops". Gemeinsam mit Vertretern regionaler Unternehmen identifizieren Studierende darin Disruptive Innovationen und arbeiten sie zu Geschäftsmodellen aus. Zu den regionalen Unternehmen gehören unter anderem Dr. Oetker, Miele, Claas, Hartmann Tresore und Benteler.

Stadt will Areal an der Riemekestraße 160 kaufen

Es gibt auch einen Nebeneffekt des großen Erfolgs: Die zwölf Büros und Co-Working-Flächen auf 550 Quadratmetern "Wir wachsen so stark, dass wir schon ins Nachbargebäude gehen müssen", so Kabst. Und Bürgermeister Dreier verwies auf Pläne der Stadt, das 120.000 Quadratmeter große Areal an der Riemekestraße 160 zu kaufen, um dort Flächen für einen zweiten Technologiepark zur Verfügung zu stellen. "Es liegt uns allen daran, Start-ups in Paderborn zu halten und zu binden", sagte er und bezeichnete die Garage 33 als "Leuchtturm, der bundesweit ausstrahlt".

Otto Drosihn sprach angesichts der Digitalisierung von der "absoluten Notwendigkeit" von Innovationen. Denn die etablierten Strukturen reichten nicht mehr aus, die Firmen müssten sich ständig neu erfinden. "Dafür brauchen wir junge Leute", so Drosihn. Die Garage 33 sei deshalb ein Glücksfall.

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