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An normalen Schultagen ist der Bus der Linie 85 von Lichtenau nach Paderborn völlig überfüllt. - © Nicole Bliesener (Symbolbild)
An normalen Schultagen ist der Bus der Linie 85 von Lichtenau nach Paderborn völlig überfüllt. | © Nicole Bliesener (Symbolbild)

Lichtenau Nach NW-Bericht: Zusätzlicher Schulbus zwischen Lichtenau und Paderborn

Überfüllter Schulbus: Nach den Herbstferien soll sich Situation in Lichtenau entspannen. Trotz jahrelanger Kritik ändert sich erst jetzt etwas

Andreas Götte
11.10.2019 | Stand 11.10.2019, 07:59 Uhr

Lichtenau. Die Lichtenauer Schülerinnen und Schüler, die morgens mit dem Schulbus der Linie 85 von Lichtenau zu den Schulen nach Paderborn fahren, können aufatmen. Der völlig überfüllte Bus dürfte wahrscheinlich bereits nach den Herbstferien der Vergangenheit angehören. Das kündigte Bürgermeister Josef Hartmann am Mittwochabend im Lichtenauer Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales an. Nach Gesprächen mit dem Unternehmen Busverkehr Ostwestfalen soll zur Entlastung zusätzlich ein kleiner Bus mit Platz für 25 Personen eingesetzt werden. Er soll vom Lichtenauer Neubaugebiet fünf Minuten vor dem zweiten Bus losfahren und dann durch Lichtenau bis nach Paderborn fahren. Das sei durch ständiges Beobachten und Nachhaken geglückt, betonte Hartmann in der Sitzung und meinte damit auch einen Zeitungsartikel der NW, in dem Thomas Koch, ein Vater einer betroffenen Schülerin aus Holtheim, ausgiebig auf den überfüllten Schulbus hingewiesen hatte. 56 Passagiere müssen im Bus stehen Bürgermeister Josef Hartmann hatte Koch bei der Ausschusssitzung über die Neuigkeit informiert. „Dafür vielen Dank auch an die Neue Westfälische. Auch dafür, dass sie hiermit die Demokratie und die Pressefreiheit, aber auch die Bedürfnisse der Bevölkerung widerspiegelt", betont Thomas Koch in einer E-Mail an die Redaktion. Seine Tochter habe aktuell 56 stehende Passagiere im Bus gezählt, hinzu kämen noch die Personen auf den Sitzplätzen. „Klar, wenn der Kleinbus nun kommen soll, wird das ganz klar die Situation entlasten und den Nahverkehr stärken", ist sich Thomas Koch sicher. Seine Tochter geht mittlerweile in die achte Klasse und hat das Dilemma seit der fünften Klasse miterlebt. Täglich waren so viel Schülerinnen und Schüler mit dem Bus gefahren, dass sie manchmal befürchtete, überhaupt nicht mitgenommen zu werden. Laut Koch hätten die Schüler nicht nur dicht gedrängt im Bus gestanden, sondern viele auch so, dass sie keinen Haltegriff erreichten.

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