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Einsatzkräfte der Feuerwehr tragen einen Verletzten, der bei der Notfallübung aus dem Flugzeug gerettet wurde, zur Sammelstelle. - © Ralph Meyer
Einsatzkräfte der Feuerwehr tragen einen Verletzten, der bei der Notfallübung aus dem Flugzeug gerettet wurde, zur Sammelstelle. | © Ralph Meyer

Büren Kollision zweier Flugzeuge - Großaufgebot probt Ernstfall am Flughafen

Die Einsatzkräfte der Flughafen Feuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren und der Rettungsdienste stellten sich einer sogenannten Großlage. Nach Übungsende bricht ein Feuerwehrmann zusammen

Ralph Meyer
09.11.2019 | Stand 09.11.2019, 15:44 Uhr |

Büren-Ahden. Rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehren und der Hilfsorganisationen probten am Samstagvormittag mit rund 70 Fahrzeugen bei einer Notfallübung den Ernstfall auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt. Rund ein lang hatte Roland Kempkensteffen Leiter der Flughafenfeuerwehr, an dem Übungsdrehbuch gefeilt. Nach der Zwischenlandung eines mit zwei Piloten besetzten Kleinflugzeugs in Ahden kommt es in der Luft zu Motorproblemen und Funkstörungen, sodass die Maschine zum Flugplatz zurückkehrt. Bei der missglückten Landung kollidiert die Maschine auf einem Rollweg mit einem Passagierflugzeug, überschlägt sich und geht in Flammen auf. Einer der Piloten wird aus dem Cockpit geschleudert. Dabei wurden, so die Annahme, die Piloten des Reiseflugzeuges getötet. In der Passagiermaschine, die mit zwei Piloten und 13 Reisenden besetzt ist, gibt es zahlreiche Verletzte. In drei Minuten an jedem Punkt des Flughafens Bei dieser Notfallübung, die alle zwei Jahre von der Zivilluftfahrtorganisation ICAO vorgeschrieben ist, steht das Zusammenspiel der Flughafenfeuerwehr mit den kommunalen Feuerwehrwehren, dem Rettungsdienst und den Hilfsorganisationen im Mittelpunkt. Die Flughafenfeuerwehr verfügt über 73 Einsatzkräfte, die im Alarmfall sofort ihre Arbeitsplätze verlassen. Mindestens neun Feuerwehrwehrleute sind stets im Dienst. Innerhalb von drei Minuten müssen sie mit zwei Flugfeldlöschfahrzeugen jeden Punkt auf dem Flughafen erreichen können, so Flughafenchef Marc Cezanne. Um 9.31 Uhr wird die Flughafenfeuerwehr wegen der Luftnotlage des Kleinflugzeugs alarmiert. Auch erste Rettungswagen rücken aus. Ein solches Szenario spielt sich etwa zehn Mal pro Jahr in Ahden ab. Nach der Kollision lautet um 9.37 Uhr das Einsatzstichwort Flugunfall und die Leitstelle des Kreises alarmiert nach Plan weitere Einheiten der kommunalen Feuerwehren und der Hilfsorganisationen. Um 9.43 Uhr heulen im Stadtgebiet Büren die Sirenen. Verletztendarsteller rennen umher Schlag auf Schlag treffen weitere Fahrzeuge auf dem Flugfeld ein oder fahren den Bereitstellungsraum zwischen Flughafen und Kreisfeuerwehrzentrale an. Aufblasbare Schnelleinsatzzelte und eine Verletztensammelstelle werden errichtet. Parallel dazu werden Verletzte aus der Passagiermaschine des Typs ATR gerettet, die Mimen geben sich große Mühe, echt zu wirken. Sie schreien, reagieren hysterisch und laufen immer wieder panisch durcheinander. Nach und nach normalisiert sich das Geschehen: Mehrere Notärzte kümmern sich um die Verletzten, und die brennende Maschine ist gelöscht. Trümmer sind gelöscht. Für Roland Kempkensteffen ist die Übung erfolgreich gelaufen. Die Zusammenarbeit hat gut funktioniert. Trotz zwei Einsatzstellen auf engstem Raumhaben sich die Kräfte nicht gegenseitig behindert. Die vorbereiteten Konzepte haben gegriffen. Feuerwehrmann kollabiert nach Übung Zu guter Letzt werden die Einsatzkräfte noch mit einer Zusatzlage konfrontiert: 15 Abholer, die auf Passagiere des verunglückten Fliegers warteten, reagieren im Flughafengebäude erregt und fordern lautstark Informationen über ihre Angehörigen - ein klarer Fall für die Betreuungskräfte der Hilfsorganisationen. Beim gemeinsamen Mittagessen dann ein Schock: Ein Feuerwehrmann, der zuvor noch unter Atemschutz im Einsatz war, wirkt apathisch und ist nicht mehr ansprechbar. Sofort kümmern sich anwesende Notfallmediziner im Airportforum um den erkrankten Feuerwehrmann, berichtet Kreisbrandmeister Elmar Keuter.

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