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Landgericht Paderborn: Die Paderborner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen mutmaßlichen Geldautomatensprenger aus den Niederlanden. - © Lena Henning
Landgericht Paderborn: Die Paderborner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen mutmaßlichen Geldautomatensprenger aus den Niederlanden. | © Lena Henning

Bad Lippspringe Anklage wegen gesprengtem Geldautomaten in Bad Lippspringe erhoben

Niederländer muss sich wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall verantworten

Andreas Götte
14.08.2019 | Stand 14.08.2019, 17:13 Uhr

Bad Lippspringe/Paderborn. Im Fall der Sprengung eines EC-Geldautomaten in der Filiale der Deutschen Bank in Bad Lippspringe im Dezember 2017 wurde im Paderborner Landgericht aus Fristgründen nur die Anklage verlesen. Ein 53-jähriger niederländischer Staatsbürger aus Utrecht muss sich wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall verantworten. Der Vorwurf des gemeinschaftlich schweren Bandendiebstahls wurde fallengelassen. Ursprünglich war von mindestens zwei weiteren unbekannten Tätern ausgegangen. Was der Täter erbeutet haben soll Dem arbeitslosen Groupier wird vorgeworfen, in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 2017 durch das Einleiten eines explosiven Gasgemisches einen EC-Geldautomaten vollständig zerstört zu haben und dabei auch Schaufensterscheiben beschädigt zu haben. Wegen des eingesetzten Gases war das Gebäude evakuiert worden. Davon betroffenen waren neben einem Zeuge sieben weitere Hausbewohner. Durch die Tat soll ein Sachschaden in Höhe von mindestens 35.000 Euro entstanden sein. Die Beute soll sich auf 56.570 Euro belaufen haben. Der ledige und kinderlose Niederländer befindet sich seit dem 15. Februar in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Bielefeld-Brackwede. Der nächste Verhandlungstermin soll am Mittwoch, 4. September, stattfinden. Dann sollen auch Zeugen vernommen werden.

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