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Vor der Aufbau-Hauptverwaltung kommt das „Lichtschilf" besonders gut zur Geltung. - © Aufbaugemeinschaft
Vor der Aufbau-Hauptverwaltung kommt das „Lichtschilf" besonders gut zur Geltung. | © Aufbaugemeinschaft

Espelkamp Espelkamp erstrahlt: Teile der Lichter am Grünanger leuchten schon

Auf Grundstücken der Aufbaugemeinschaft können Bürger erahnen, wie die Beleuchtung des gesamten Grünangers aussehen könnte. Dort wurden schon Lichter installiert. Wie es in Zukunft weitergehen soll.

Karsten Schulz
11.09.2019 | Stand 11.09.2019, 13:16 Uhr

Espelkamp. Wer bereits sehnsüchtig auf die Installierung des Lichtkonzeptes für den städtischen Grünanger wartet, der kann sich schon mal einen Vorgeschmack von der zukünftigen magischen Meile im Herzen der Stadt holen. Die Aufbaugemeinschaft hat bereits auf einem Teil ihrer Grundstücke Elemente der zukünftigen Lichtplanung für die Innenstadt verwirklicht. Aufbau-Geschäftsführer Hans-Jörg Schmidt. „Und wir planen, noch an weiteren Standorten dies noch auszuweiten, denn es kommt bei allen sehr gut an." Beleuchtungskonzept für den Anger ist verschoben Die Stadt Espelkamp hat gemeinsam mit dem Stadtmarketingverein und dem Lichtplaner Oliver Christen das neue Beleuchtungskonzept für den westlichen Anger an der Breslauer Straße entwickelt. Ursprünglich sollte es in der zweiten Jahreshälfte realisiert werden. Doch die gute Konjunkturlage, so hatte Fachbereichsleiter Thorsten Blauert im Ausschuss für Stadtentwicklung berichtet, habe dazu geführt, dass zumindest die erste Ausschreibung zu keinem Erfolg geführt habe. Und bei der zweiten Ausschreibung, so war zu erfahren, sei zwar ein Angebot eingegangen, dieses sei von den Verantwortlichen jedoch als zu teuer abgelehnt worden. So wird wohl das Jahr 2019 ohne Lichtkonzept für den westlichen Anger verstreichen. Doch hinter den Häusern am Tilsiter Weg 8 bis 9 und direkt an der Hauptverwaltung der Aufbaugemeinschaft zwischen der Beuthener Straße und der Straße „Im Walde" gibt es seit einiger Zeit eine neue Lichtquelle, die das Warten auf die große Lösung auf dem Grünanger ein wenig abkürzen könnte. Ein besonders schönes Element dieses Konzeptes ist das Lichtkunst-objekt „Lichtschilf". Es setze sehr dekorative Lichtakzente, wie Hans-Jörg Schmidt betont. Lichtschilf wird zwischen echtem Schilf befestigt Die Idee bestand darin, dass ein der Natur nachempfundener Schilfkolben von innen mit weißen LED ausgestattet wird. Dieses Lichtschilf werde zwischen echtem Schilf oder ähnlichen Gräsern montiert. Tagsüber wirkt das Lichtschilf wie ein Schilfrohr mit einem weißen Kolben, nachts leuchtet der Kolben und wiegt sich im Wind ebenso wie die natürlichen Gräser. Dadurch, dass sich das Licht in Augenhöhe des Betrachters befindet, wird der Blick immer automatisch auf die Kolben gelenkt. Die Aufbaugemeinschaft war von dieser neuen dekorativen Beleuchtung so überzeugt, dass sie diese zusammen mit Oliver Christen in ihre eigene Lichtplanung integriert hat. Mittlerweile sind die ersten Elemente installiert worden. "Schöne Lichtmomente vor allem im Winter" Schmidt: „Momentan wirkt die Beleuchtung noch etwas statisch, aber wenn die natürlichen Gräser in den Sommermonaten gewachsen sind, hoffen wir mit Beginn des Herbstes, dass sich der beschriebene Effekt in den Abendstunden einstellt und dass vor allem in den Wintermonaten schöne Lichtmomente entstehen." Ideal sei es, so der Geschäftsführer, wenn die Gräser mit dem Lichtschilf eine Symbiose eingingen. Deshalb gehe er davon aus, dass „wahrscheinlich erst im Herbst 2020 die richtig tollen Effekte zu erzielen sind." Noch schönere Effekte durch Wasser des Stadtbrunnens Sehr schön könne er sich das Ganze auch in Höhe des Stadtbrunnens auf dem Grünanger vorstellen. Dort seien ja auch einige Gräserstauden gepflanzt worden, die in Verbindung mit dem Wasser des Brunnens noch schönere Effekte erzielen könnten. Doch nicht nur in Sachen Beleuchtungskonzept gibt es Neues von der Aufbaugemeinschaft zu berichten. Es gibt auch neue Projekte im Bereich „Soziale Stadt". Die Arbeiten an der Marienburger Straße haben begonnen. Hier wurden bereits die alten Kellerniedergänge entfernt. Auch der Einbau von Unterflurbehältern für den Müll könne man nach Rücksprache mit der Stadt realisieren. Verschiedene mögliche Standorte wurden hierfür in die Planung einbezogen. Unter Federführung des Landschaftsbüros Nagel soll an der Neißer Straße ein Spielfeld mit Kunstbelag entstehen, das sich sowohl für Fußball, Handball, Streetball und vieles Weitere eignet. An der Stirnseite wird es durch Ballfangzäune begrenzt, Außerdem sind Aufenthaltsflächen mit Bänken, Spielgeräte für kleine Kinder und Sitzgelegenheiten für Jugendliche vorgesehen. Das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen, die aus verschiedenen Ländern oder Kulturen stammen, ist im Wohnquartier „Burano" gelebte Inklusion. Um das gemeinsame Leben in dieser Art weiter zu fördern, wird im Bereich des Gebäudes Glatzer Garten 1 ein Dorfplatz entstehen. Hier können die Bewohner des Quartiers gemeinsam mit den Menschen, die das Angebot des Wittekindshofes nutzen, diverse Aktivitäten vollziehen. Dorfplatz soll fester Bestandteil im Stadtzentrum sein Großer Wert wird darauf gelegt, dass die geplante Gemeinschaftsfläche, die teilweise überdacht sein soll, auch von allen anderen Bewohnern der Stadt Espelkamp genutzt wird. Dafür soll der Dorfplatz als ein fester Bestandteil und als Teil der öffentlichen Spazierwege und Erholungsflächen im Zentrum der Stadt einbezogen werden.

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