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Christopher Gemba hat Hotel und Restaurant übernommen und die "Wittekindsquelle" in Hänsels umbenannt. - © Heidi Froreich
Christopher Gemba hat Hotel und Restaurant übernommen und die "Wittekindsquelle" in Hänsels umbenannt. | © Heidi Froreich

Bad Oeynhausen "Wittekindsquelle" wird zu "Hänsels" – was sich dadurch alles geändert hat

Christopher Gemba hat sich das Hotel und Restaurant ausgesucht und gepachtet. Jetzt wurde es nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet.

Heidi Froreich
11.09.2019 | Stand 11.09.2019, 18:08 Uhr

Bad Oeynhausen. Christopher Gemba setzt nicht nur auf die Familie und deren langjährige gastronomische Erfahrung. Der 31-Jährige bringt auch einen Namen mit nach Bergkirchen. Die "Wittekindsquelle" heißt jetzt "Hänsels". Für zehn Jahre hat Gemba Hotel und Restaurant am Kamm des Wiehengebirges von der Familie Fennel gepachtet. In Hörstel bei Ibbenbüren haben seine Eltern Claudia und Manuel Gemba viele Jahre lang ein "Hänsels" geführt. Neben Gastzimmern und einem Restaurant gab es noch einen großen Festsaal. "Ich bin mit Gästen groß geworden", bilanziert der Junior. Und er hat nach seinem Bachelorstudium in Marketing und Kommunikation auch im elterlichen Betrieb als Geschäftsführer gearbeitet. Als nun größere Baumaßnahmen geplant waren, entschloss sich die Familie zum Neuanfang. Fünf Hotels im Umkreis Osnabrücks kamen in die Auswahl. "Gute Lage, gute Bausubstanz", nennt Christopher Gemba die Kriterien, die den Ausschlag für die Wittekindsquelle gaben. Wobei er natürlich auch die wechselhafte gastronomische Vergangenheit des Hauses kennt. Mit "gehobener Küche" lockte das Restaurant jahrelang zahlungskräftige Feinschmecker, später sorgte es für Schlagzeilen, weil ein neuer Chef Hilfe von dem bekannten Fernseh-Koch Frank Rosin bekam, aber dann doch trotz werbewirksamer Fernseh-Vermarktung den Betrieb aufgeben musste. "Wir ziehen jetzt einen Schlussstrich", betont Gemba. Motivtapeten in den Zimmern Und deshalb gibt es nicht nur einen neuen Namen und den Generationenwechsel. Manuel und Claudia Gemba haben die geschäftliche Verantwortung an ihren Sohn übergeben. Mehrere Monate wurden umfangreiche Baumaßnahmen an der Immobilie durchgeführt. Die Fassade wurde frisch gespachtelt und gestrichen - nachdem der Efeubewuchs entfernt wurde. Die 17 Gästezimmer in der ersten Etage wurden umfassend renoviert, haben nicht nur neue Fußbodenbeläge, sondern auch Motivtapeten erhalten. Die Badezimmer blieben hingegen unverändert, sie waren bereits in der Vergangenheit modernisiert worden. Weitere sieben Zimmer sind im Obergeschoss. Im ehemaligen Restaurantraum wird jetzt das Frühstück serviert - ab Oktober nicht nur für Hotelgäste. "Sonntags gibt es dann auch ein Brunch-Angebot", kündigt Gemba an. Derzeit sind alle 24 Hotelzimmer belegt - von Gästen, die an der Küchenmesse in Löhne teilnehmen. "Alles frühere Stammkunden", freut sich Gemba. Er lobt die Unterstützung durch seinen Verpächter bei der Kontaktvermittlung und ist auch sicher: "Die haben unser Haus in guter Erinnerung". Vater Manuel kocht gutbürgerlich Das soll auch in Zukunft so bleiben: "Der persönliche Kontakt ist meiner Familie und unseren zehn Mitarbeitern ganz wichtig", sagt der neue Inhaber. Auch deshalb beschränke sich der Restaurantbetrieb nun auf den ehemaligen Gastraum mit 38 Plätzen. In dem wird "gutbürgerliche deutsche Küche" serviert. Schnitzel, Salate und Fisch stehen auf der Speisekarte, in Kürze werden auch noch "Burger" als Trendgerichte folgen. "Alles wird frisch zubereitet", verspricht Gemba. Sein Vater Manuel wird dafür sorgen - ganz wie er es auch viele Jahre im "Hänsels" in Hörstel gemacht hat. Das Restaurant ist mittwochs bis sonntags ab 17 Uhr geöffnet. Vom 20. September bis 1. Oktober ist es geschlossen. www. hänsels-hotel.de

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