0
Gemeinsam mit Gitarrist Lutz Ebmeyer und Schlagzeuger Adrian Meise hat David Clarke (r.) das letzte Konzert in der musikalischen Reihe auf dem Rathausplatz übernommen, der noch einmal gut gefüllt war. - © Karin Prignitz
Gemeinsam mit Gitarrist Lutz Ebmeyer und Schlagzeuger Adrian Meise hat David Clarke (r.) das letzte Konzert in der musikalischen Reihe auf dem Rathausplatz übernommen, der noch einmal gut gefüllt war. | © Karin Prignitz

Oerlinghausen Gelungene Premiere der Reihe „BergStadtSommer“ in Oerlinghausen

Oerlinghausen Marketing hat mit seinem Format in den Sommerferien den Geschmack des Publikums getroffen. Die Abschlussveranstaltung war ein Publikumsmagnet.

Karin Prignitz
06.08.2022 , 10:48 Uhr

Oerlinghausen. Die Tische im „BergStadtGarten“ sind ruckzuck besetzt, die auf dem Rathausplatz verteilten nicht minder schnell. Andere Besucher haben in weiser Voraussicht vorgesorgt. Mit Klappstühlen, Hockern, Liegestühlen, Sitzkissen und Getränkekühlern streben sie dem Rathausplatz entgegen. Eine lange Fahrradreihe bildet sich vor dem Rathaus. Viele Besucher finden auf den Treppen vor den Wasserspielen einen Platz mit gutem Blick über das Geschehen. Grund für den Publikumsmagneten ist die Abschlussveranstaltung des „BergStadtSommers“. Der ist erstmals von Oerlinghausen Marketing ausgerichtet worden und hat ganz offensichtlich den Nerv der Zeit getroffen.

Dass David Clarke für irisch-rockige Stimmung sorgt, tut ein Übriges. Gleich vornean sitzt ein großer Fanclub. Horst Diekhof ist einer von denen, die David Clarke kennen, seit er 1999 mit seiner Oerly-Musikschule nach Oerlinghausen gekommen ist und öfter mal zu musikalischen Ausflügen in die „Oerly-Kneipe“ oberhalb des Freibades eingeladen hat. „Ich war damals der Erste dort“, erinnert sich Diekhof. „Mit David haben wir immer viel Spaß gehabt.“ Dieser Spaß ist bis heute geblieben und überträgt sich vom ersten Ton an auf die Besucher, die im Laufe des Abends immer öfter mitsingen, die Hände emporrecken und die Hüften schwingen. Gemeinsam mit Gitarrist Lutz Ebmeyer und Schlagzeuger Adrian Meise hat David Clarke, der kurzfristig für die erkrankte Gruppe „Straigt2Soul“ eingesprungen ist, einen inspirierenden Cocktail aus irischen Songs, Rock’n Roll und Pop gemixt und ihn mit seinem unvergleichlichen charmanten keltischen Humor verfeinert.

Mit „Rolling On The River“ und „Rockin’ All Over The World“ startet das Trio, und die Clarke-Fans der ersten Stunde erkennen schnell: „Er kann’s halt noch immer.“ Mit einem Ausflug auf die legendäre „Route 66“ steigert sich die Energie beim Livekonzert und nimmt beim „Go, Johnny Go“ und dem „Let It Be“ richtig Fahrt auf.

„Es muss nicht immer die große Bühne sein“

In den Reihen der Zuhörer wird neben dem musikalischen Genuss der Austausch gesucht. 2021 hatte der „BergStadtSommer“ starten sollen und musste coronabedingt abgesagt werden. Nun sind alle froh, sich unter freiem Himmel treffen zu können. Viele schätzen das unkonventionelle Konzept, das zwanglose Miteinander und die Atmosphäre. „Es muss nicht immer die große Bühne sein“, da herrscht Einigkeit.

Das Format kommt an, wird als absolute Bereicherung empfunden. „Der Rathausplatz sollte belebt und in der Sommerferienzeit auch etwas für diejenigen geboten werden, die nicht in den Urlaub fahren“, umschreibt Tanja Feg, Geschäftsführerin von Oerlinghausen Marketing. Beide hat der „BergStadtSommer“ absolut erreicht. „Die Menschen haben mit den Füßen abgestimmt, scheinbar haben die Oerlinghauser darauf gewartet“, sagt Feg. Der Rathausplatz ist zum Wohnzimmer geworden, zu einem Raum, in den wieder soziale Kontakt gepflegt werden können. Insgesamt fünf Musikveranstaltungen hatte es hier seit dem 7. Juli immer donnerstags von 19 bis 21 Uhr gegeben und für die Jüngsten einen Kinderzirkus. Ein Konzert hatte wetterbedingt um einen Tag verschoben werden können.

Besucher gezählt hat Oerlinghausen Marketing nicht, sicher ist aber, dass sich die Zahl von Veranstaltung zu Veranstaltung gesteigert hat. Etwa 500 Menschen dürften beim Auftritt von David Clarke und Band dabei gewesen sein. „Das Konzept ist angekommen“, fasst Tanja Feg zusammen. „Man merkt, dass die kleinen Veranstaltungsformate ankommen.“ Die Fans freuen sich schon jetzt auf den „Berg-StadtSommer“ 2023.

Mehr zum Thema

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken