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Kartoffeln: Rikarda und Joachim Altrogge verkaufen Melitta Schindler eine Tüte Kartoffeln. Trotz des Regens kamen reichlich Gäste zum Apfel- und Kartoffelfest des Heimatvereins Leopoldshöhe. - © Thomas Dohna
Kartoffeln: Rikarda und Joachim Altrogge verkaufen Melitta Schindler eine Tüte Kartoffeln. Trotz des Regens kamen reichlich Gäste zum Apfel- und Kartoffelfest des Heimatvereins Leopoldshöhe. | © Thomas Dohna

Leopoldshöhe Leopoldshöher feiern ihr Apfel- und Kartoffelfest

Der Heimatverein Leopoldshöhe veranstaltet ein Fest. Viele Besucher trotzen dem schlechten Wetter. An einem Anhänger können sich Interessierte über Wildtiere informieren.

Thomas Dohna
06.10.2019 | Stand 06.10.2019, 15:31 Uhr

Leopoldshöhe. Joachim Altrogge schaut ein wenig missmutig in den Himmel. Der Landwirt hat berufsbedingt mit dem Wetter zu kämpfen. Er steht mit seinem Anhänger auf dem Gelände des Heimathofes. Anlass ist das Apfel- und Kartoffelfest des Heimatvereins Leopoldshöhe. Es regnet immer wieder. Die Besucher lassen sich davon aber nicht abschrecken. Hinter Altrogges Hof südlich und oberhalb der Straße „An der Windwehe“ stehen alte Obstbäume. Sie sind einst angepflanzt worden, um Wildtiere mit Nahrung zu versorgen. Seit etlichen Jahren pflücken die Konfirmanden der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Leopoldshöhe die Äpfel. Sie werden zu Saft verarbeitet. In den vergangenen Jahren seien es bis zu drei Tonnen gewesen, berichtet Alt-rogge, diesmal nur 700 Kilogramm. „Es war zu trocken“, stellt er fest. Die etwas tiefer stehenden Pflaumenbäume hätten dagegen blau geleuchtet: „Da war mehr Wasser.“ Nun kommt das Wasser von oben. Wer kann, flüchtet unter das Zelt des Imkervereins oder in das Heimatmuseum, wo die Museumswarte Eberhart Tietz und Hartmut Möller und die Wärme aus einem Holzofen die Gäste empfangen. Altrogges Markise am Stand bietet ebenfalls Schutz. Die aufgeklappten Seiten des Jagdschul-Anhängers der Kreisjägerschaft geben den Blick frei auf viele ausgestopfte Wildtiere. Helmut Eikermann und Claudia Glietz-Ganster erklären, was dort zu sehen ist. Kaffeetafel Unter dem Vordach des Backhauses bekommen die Aktiven des Heimatvereins nach ein paar Anlaufschwierigkeiten die Pfanne für die Bratkartoffeln warm, während auf dem Grill die Bratwürste schmurgeln. Im Backhaus selbst wartet die Kaffeetafel. Draußen sticht August Steinhage die Forke in den Boden, lockert ihn und lässt zur Freude der Kinder und ihrer Eltern Kartoffeln herausrieseln. Auf ein paar Quadratmetern Land haben Mitglieder des Heimatvereins einige Streifen Kartoffeln wachsen lassen. Die Kinder sammeln die Erdäpfel in Tüten. Der angekündigten Mostpresse hat der Vorsitzende des Heimatvereins, Helmut Depping, abgesagt: „Wir haben nicht genug Äpfel.“ Damit gehe es dem Heimatverein wie Joachim Altrogge. Das Wasser, das jetzt vom Himmel kommt, hat vor Monaten den Apfelbäumen der beiden gefehlt.

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