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Minister Garrelt Duin schließt symbolisch das Forum Abtei Marienmünster auf. - © David Schellenberg
Minister Garrelt Duin schließt symbolisch das Forum Abtei Marienmünster auf. | © David Schellenberg

Das Tor zur Klosterregion ist offen

Eröffnung: Bei der Einweihung des Forums Abtei in Marienmünster lassen sich die rund 150 geladenen Gäste begeistern von dem besonderen Ambiente, das Tradition und Moderne vereint

Simone Flörke
08.04.2016 | Stand 10.04.2016, 00:18 Uhr |

Marienmünster. Die Augen von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin wurden immer größer. Wie ein kleiner Junge unterm Weihnachtsbaum schaute der große Norddeutsche staunend mit offenem Mund auf das, was er da gerade im wahrsten Sinne des Wortes „losgetreten" hatte: Mit einem Schritt auf die Projektion am Boden des „Forums" löste er eine zweieinhalbminütige Präsentation in Bild und Ton mit Informationen zur Abtei Marienmünster im neuen Besucherzentrum an drei Wänden um ihn herum aus. Und Duin war mittendrin in der Klosterlandschaft OWLs und in der Klosterregion des Kulturlandes Kreis Höxter. Mit 150 geladenen Gästen feierte Marienmünster am Freitag die Eröffnung des Tores zur Klosterregion. Und es war eine ebenso kurzweilige wie stilvolle Einweihung, die sowohl des „magischen Ortes" als auch des Anlasses würdig war. Bürgermeister Robert Klocke und sein Vorstandskollege aus der Kulturstiftung, Hans Hermann Jansen, warfen sich charmant-gekonnt die Bälle zu und nutzen die Begrüßung, um Danke an die vielen Unterstützer zu sagen. Corvey solle sich an Marienmünster ein Beispiel nehmen Klocke bezeichnete die Abtei Marienmünster als „das touristische und kulturelle Herz der Stadt", den Stiftungsvorstand als „gut funktionierendes Team" und das Gebäude von Architekt Christian Sauer als „Hingucker". Aus einem Zuschuss von rund einer Million Euro sei dank weiterer Unterstützung und 5.500 ehrenamtlich geleisteten Stunden ein Investitionsvolumen von 1,3 Millionen Euro geworden: „Eine gute Rendite." „Lassen Sie sich von dem Projekt begeistern und tragen Sie es weiter", warb Jansen. Er erinnerte an das „kleine gallische Dorf", das kurzerhand ein ostwestfälisches Dorf wurde und von dem eine „ungemeine Kraft" und ein „kostbares Wir-Gefühl" ausgingen: „Gemeinschaft macht stark." Mit diesem touristischen Alleinstellungsmerkmal könne man mutig in die Zukunft gehen. Im Forum Abtei würden „Entwicklung und Bedeutung der Klöster in der Region, ihre geistige Leistung und Besonderheiten aufgezeigt und gewürdigt", fasste Landrat Friedhelm Spieker das Ziel zusammen. Gleichzeitig diene es als Anlaufstelle, Start- und Endpunkt für touristische Routen. Für ihn gehören Kultur und Tourismus zusammen, machte Spieker deutlich, auf welch „exzellentem kulturellen Niveau" man sich im Kreis bewege. Sein Wunsch: „Dass es mit den Investitionen in Corvey auch vorangeht": „Ich hoffe, der Privateigentümer in Corvey hört an dieser Stelle zu und nimmt sich ein Beispiel an der Entscheidungsfreudigkeit von Marienmünster", sagte der Landrat unter großem Beifall der Gäste. Mit dem Besucherzentrum habe das Kulturland einen weiteren Schatz, den es zu hüten, aber vor allem zu präsentieren gelte. „Sie haben etwas geschaffen, das für lange Zeit ein wichtiger Magnet sein wird", erklärte auch Minister Duin. Es sei legitim, die Jahrhunderte alte Klostertradition „anzunehmen und modern zu interpretieren". Und es sei richtig, dass der Kreis Höxter und die Stadt Marienmünster dieses Potenzial entdeckt und unterstützt hätten. Duin sprach von den „Schätzen der Region" und einem „hochattraktiven Angebot". Schließlich könne man den wirtschaftlichen Aspekt von Tourismus nicht hoch genug einschätzen, das zeigten Zahlen. „Dieses Tourismuszentrum ist ein wichtiger Baustein dafür. Sie haben alle Voraussetzungen für einen magischen Ort geschaffen."

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