In dem Haus in Höxter-Bosseborn sollen jahrelang Frauen schwer misshandelt worden sein. - © Jens Reddeker
In dem Haus in Höxter-Bosseborn sollen jahrelang Frauen schwer misshandelt worden sein. | © Jens Reddeker

Höxter Anwohner wollen offenbar das "Horrorhaus" von Höxter kaufen

Am Freitag soll das Urteil im Fall Bosseborn am Landgericht Paderborn fallen

Viktoria Bartsch
03.10.2018 | Stand 03.10.2018, 14:02 Uhr

Höxter-Bosseborn. Das sogenannte "Horrorhaus" von Höxter wollen offenbar Anwohner ersteigern, um es anschließend abreißen zu lassen. Medienberichten zufolge wolle man so verhindern, dass in Zukunft weitere Schaulustige nach Bosseborn reisen. Bis es zu einer Versteigerung des Hauses kommen kann, muss erst der vorherige Besitzer, der wegen des Betreibens einer Drogenplantage verurteilt wurde, noch rechtskräftig vom Land enteignet werden. Das Landgericht Paderborn hatte im vergangenen April das Gebäude als Tatwerkzeug eingeordnet und die Einziehung des Anwesens angeordnet. Erst nach der Enteignung kann das Haus an das Land NRW übertragen und anschließend versteigert werden. Findet sich dann kein Bieter für das Objekt, droht der Abriss auf Steuerzahlerkosten. Nach fast zwei Jahren Prozessdauer wird am kommenden Freitag, 5. Oktober, das Urteil im Fall Bosseborn am Paderborner Landgericht erwartet. Die Taten, die Angelika und Wilfried W. im "Horrorhaus" begangen haben sollen, gehören zu den grausamsten, die es je in der Region gegeben hat. Die beiden sollen über Jahre hinweg Frauen in das Haus nach Bosseborn gelockt und dort schwer misshandelt haben - zwei Frauen starben.

realisiert durch evolver group