Streit um den dritten Piks: Begehrt ist der Biontech-Impfstoff aus Mainz, doch die Lager leeren sich. Deshalb  soll vermehrt Moderna beim Boostern zum Zug kommen. - © picture alliance / agrarmotive
Streit um den dritten Piks: Begehrt ist der Biontech-Impfstoff aus Mainz, doch die Lager leeren sich. Deshalb  soll vermehrt Moderna beim Boostern zum Zug kommen. | © picture alliance / agrarmotive

NW Plus Logo Kreis Gütersloh Entsetzen über Biontech-Pläne – Gütersloher Ärzte drohen mit Impf-Stopp

Auf einmal soll es für die Booster-Impfungen weniger Biontech geben und dafür Moderna zum Einsatz kommen. Die Ärzteschaft ist fassungslos und fordert eine Rücknahme der Pläne. In Gütersloh erwägen Ärzte sogar, das Impfen einzustellen.

Irja Most

Kreis Gütersloh. Eine Welle der Empörung und des Zorns schlägt dem Noch-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) entgegen, seitdem er vor wenigen Tagen ankündigte, die Lieferung des Impfstoffes Biontech zu begrenzen. Damit die Vorräte des Vakzins Moderna nicht vergammeln, soll die Ärzteschaft nun verstärkt damit boostern. Hausärzte sind deshalb landesweit entsetzt: „Es reicht!" machen sie ihrem Ärger in einem Rundschreiben Luft. Sie fordern eine Rücknahme der Pläne und flexible Wahl beim Impfstoff. Denn erneut befürchten sie einen Schwall an Beleidigungen und Fragen-Ansturm von Patienten. Es könne nicht sein, dass niedergelassene Ärzte jetzt auf 30 Dosen pro Woche Bestellmenge begrenzt werden sollen und die Impfstellen und mobilen Teams 170 Vials des begehrten Stoffes aus Mainz erhalten sollen.

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