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Die Sennestädter haben sich jetzt für die Ausbaupläne im Riesenformat ausgesprochen. - © Sarah Jonek,Sarah Jonek
Die Sennestädter haben sich jetzt für die Ausbaupläne im Riesenformat ausgesprochen. | © Sarah Jonek,Sarah Jonek

Bielefeld Der XXL-Ausbau zur größten Kreuzung Bielefelds ist jetzt fix

Der wichtige Rad- und Gehweg wird nun doch nicht schmaler. Ein Schnellweg für Zweiradfahrer scheitert unterdessen an einer großen Hürde. Auch zum Verlauf und Bau der neuen Stadtbahnlinie 1 sind jetzt neue Details bekannt.

Susanne Lahr
04.12.2019 | Stand 04.12.2019, 11:32 Uhr

Bielefeld. Der geplante XXL-Ausbau der Eikelmann-Kreuzung und der Weiterbau der Stadtbahnlinie 1 nach Sennestadt sind bekanntlich keine einfachen Themen. Daher war es schon etwas erstaunlich, dass die Bezirksvertretung Sennestadt in zweiter Lesung nun die Vorlage zum Ausbau des Knotenpunktes fast stillschweigend zur Kenntnis nahm. Allerdings hat das Bauamt einen großen Wunsch wohlwollend geprüft und will ihn in der Ausbauplanung berücksichtigen. Nur kurzer Blick auf Linie-1-Pläne Im Oktober hatten die Sennestädter, wie zuvor schon der Stadtentwicklungsausschuss, die fehlenden Berücksichtigung der Stadtbahntrasse in den Zeichnungen bemängelt. Und die Bezirksvertreter waren unglücklich über den nur 2,50 Meter breiten Rad-/Gehweg entlang der Paderborner Straße in Höhe des Einkaufszentrums Hansestraße. Mittlerweile ist der Vorentwurf der Linie 1 jedoch öffentlich; ist klar, dass die Bahn nördlich der L 756 fahren und dass es eine Haltestelle „Industriestraße" vor der Eikelmann-Kreuzung - zwischen Eilers und Autohaus Schröder – geben soll. Doch obwohl die gewünschten Detailpläne immer noch nicht vorliegen, nur in einer Sondersitzung am vergangenen Mittwoch kurz an der Wand gehangen hatten, sprachen sich die Bezirksvertreter für die Ausbaupläne aus, gab es eine einstimmige Empfehlung an den Stadtentwicklungsausschuss. Doch mehr Platz für Radler Zuvor hatte Baudezernent Gregor Moss die Nachricht mitgebracht, dass doch noch Platz genug ist, den geschrumpften Rad-/Gehweg an der Paderborner Straße sogar auf maximal 4,50 Meter zu bringen. „Technisch geht es und wird in die Planung aufgenommen." Vorher hatte es geheißen, ein breiterer Radweg sei auch wegen der unterirdischen Versorgungsleitungen kaum möglich. Nun ist einzig die Frage relevant, ob der dafür noch benötigte Grundstückserwerb getätigt werden kann. Vom Pendler-Radweg von Stukenbrock bis Brackwede haben sich die Bündnisgrünen nach der Vorstellung der Stadtbahn-Pläne nun verabschiedet. Ulrich Schumacher nahm die Erläuterungen von Verkehrsdezernent Gregor Moss zur Kenntnis, dass ohne Aufweitung des Brückenbauwerks der A 2 angesichts der Vorgaben für die Linie 1 kein Radschnellweg zusätzlich möglich sei. Vorgesehen sind künftig entlang der L 756 2,50 Breite Rad-/Gehweg in den vierspurigen Bereichen der Landesstraße. Dort, wo es in Zukunft zweispurig sein soll, ist geplant, beidseits Radfahrstreifen auf die Fahrbahn zu bringen. Kritisiert wird, dass auf der L 756 die Geschwindigkeit nicht auf 50 km/r reduziert werden soll. Vom "ungenügend" zum "befriedigend" Die Eikelmann-Kreuzung muss großformatig ausgebaut werden, da sie in ihrer Leistungsfähigkeit "ungenügend" ist. Die Ansiedlung von Speditionen und dem Paketdienst UPS im Logistik-Park Fuggerstraße haben zu einer weiteren Verkehrszunahme geführt. Gerade auf der Verler Straße staut sich in Spitzenstunden der Verkehr. Durch den Ausbau wird die Leistung des Knotenpunktes auf ein "befriedigend" hochgeschraubt. Sobald die Stadtbahn fahren sollte, sinkt es wieder auf ein "ausreichend". Bei dem etwa 1,6 Millionen Euro teuren Projekt (zuzüglich Grunderwerb) handelt es sich um eine gemeinschaftliche Maßnahme des Landesbetriebs Straßen NRW, in dessen Baulast die Eikelmann-Kreuzung liegt, und der Stadt Bielefeld. Diese trägt 50 Prozent der Umbaukosten. Das Amt für Verkehr hat die Projektplanung übernommen. Im Herbst 2020 sollen die Arbeiten beginnen.

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