Angelika W., Angeklagte im Mordprozess um die Misshandlungen mehrerer Frauen in Höxter-Bosseborn. - © picture alliance / Guido Kirchner/dpa (Archiv)
Angelika W., Angeklagte im Mordprozess um die Misshandlungen mehrerer Frauen in Höxter-Bosseborn. | © picture alliance / Guido Kirchner/dpa (Archiv)

Paderborn/Höxter Horrorhaus Höxter: "Die werden staunen, was hier los war in Bosseborn"

Liveticker aus dem Landgericht Paderborn zum Nachlesen

Jürgen Mahncke

Paderborn/Höxter. Im Prozess um die Foltermorde im Horrorhaus Höxter hat das Gericht am Dienstag Video- und Tonaufnahmen der beiden Angeklagten vorgspielt. In den Mitschnitten war zu hören, wie das erste Opfer beschimpft worden ist. Anika W. war in dem Haus in Höxter-Bosseborn gestorben. In den Gesprächen ist zu hören, wie das Opfer beschimpft und mit harten Worten niedergemacht wird. "Bist dreckig, schmutzig, hast Haare in der Zahnbürste, schläfst im schmutzigen Bett", ist an einer Stelle der Aufnahme die Stimme von Angelika W. zu hören. Angelika W. und Wilfried W. sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Beide sollen über Jahre Frauen in ihr Haus in Höxter-Bosseborn gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen starben. Die Ermittler hatten bei den Durchsuchungen des Hauses über 12.000 Aufnahmen sichergestellt. Der Strafverteidiger von Wilfried W. stellte zu Beginn der Verhandlung am Dienstag den Antrag, alle Dateien genau in AUgenschein zu nehmen. Dabei werde das Gericht erkennen, dass Wilfried W. ein kindlicher Träumer sei, der nie etwas Böses im Schilde geführt habe. Er sei in kindlicher Schlichtheit bemüht gewesen, eine Partnerin zu finden. Der Liveticker zum 33. Prozesstag zum Nachlesen:

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