Notunterkünfte: Hilfsorganisationen gehen in Vorleistung. Auf die Begleichung ihrer Rechnungen müssen sie oft lange warten. - © Andreas Frücht
Notunterkünfte: Hilfsorganisationen gehen in Vorleistung. Auf die Begleichung ihrer Rechnungen müssen sie oft lange warten. | © Andreas Frücht

OWL Flüchtlingshelfer bleiben auf Rechnungen sitzen

Bürokratie: Malteser und Johanniter beklagen Außenstände in Millionenhöhe

Paderborn. Sie bauen Schulen über Nacht zu Notunterkünften um, organisieren Verpflegung, Feldbetten und Container für Hunderte Bewohner, richten Kleiderkammern ein, kümmern sich um Deutschkurse und Termine für ärztliche Untersuchungen. Ohne Hilfsdienste wie die Malteser, Johanniter, das Rote Kreuz oder den Arbeiter-Samariter-Bund wären Unterbringung und Versorgung der vielen Flüchtlinge in Deutschland gar nicht möglich. Mittlerweile sind die Helfer aber nicht nur kräftemäßig am Limit, sondern auch finanziell. Alleine bei den Maltesern belaufen sich die Außenstände für die Sondereinsätze in OWL laut Sprecher Christian Schlichter mittlerweile auf rund eine Million Euro. Er sieht die Zuständigkeit bei der Bezirksregierung Detmold. „Bislang wurden noch gar keine unserer Kosten erstattet. Für einige Einrichtungen gibt es noch nicht mal einen Vertrag“, beklagt Schlichter...

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