Neu gestaltet: Der Kaiser-Karls-Park soll im Frühjahr 2017 eine blühende Oase sein. Im Zentrum steht das große Fontänenbecken, dahinter reicht die Flaniermeile bis zum Bad Lippspringer Freibad. - © Jens Reddeker
Neu gestaltet: Der Kaiser-Karls-Park soll im Frühjahr 2017 eine blühende Oase sein. Im Zentrum steht das große Fontänenbecken, dahinter reicht die Flaniermeile bis zum Bad Lippspringer Freibad. | © Jens Reddeker

Bad Lippspringe Die Landesgartenschau 2017 aus der Luft

In Bad Lippspringe sind die Veranstalter mit dem Stand der Vorbereitungen für das am 12. April beginnende Großereignis hochzufrieden / nw.de zeigt exklusive Luftaufnahmen der interessantesten Bereiche des Geländes

Jens Reddeker

Bad Lippspringe. Großprojekte können ja auch einfach mal im Plan liegen. Gut, die Bad Lippspringer Landesgartenschau (LGS) 2017 ist kein Flughafen und auch kein Philharmonietempel, aber die fleißigen Arbeiter, Planer und Organisatoren im Kurort im Kreis Paderborn sind immerhin auch für stolze 33 Hektar Fläche mit mehr als 200.000 neuen Blumen und Pflanzen zuständig - und sie haben ihr Projekt aktuell voll im Griff. Exklusiv für nw.de hat das LGS-Team einen Überflug mit dem NW-Copter möglich gemacht, um Einblicke ins Gelände und auf besondere Gestaltungen zu gewähren - siehe Fotostrecke und Videos. Die Bilder zeigen: Die Gartenschau, die neben der stets erwarteten Blumenpracht auch auf das Thema „Wald-Idylle" setzt, geht gut 220 Tage vor der Eröffnung am 12. April 2017 schon auf die Vorbereitungszielgerade. „Wir sind absolut im Zeitplan", sagt LGS-Sprecher Matthias Hack, sogar ohne dabei auf Holz zu klopfen. „Die wichtigsten und komplexesten Arbeiten sind schon erledigt." Auch mit Blick auf die Finanzen haben die LGS-Bosse keine schlaflosen Nächte. Von den 8,5 Millionen Euro Gesamtkosten kommen fünf Millionen aus Landesmitteln, 3,5 Millionen schultert Bad Lippspringe selbst. Und an dieser Planung muss wohl auch nicht gerüttelt werden: „Wir liegen super im Kostenplan", sagt Hack. Einzige unberechenbare Komponente: das Wetter. Aus drei Tümpeln wird ein See Auf einem der schönsten Flecken des gesamten Geländes haben es die Landschaftsbauer auch dank der zuletzt milden Winter bereits geschafft, aus der kargen Senne-Vegetation ein – zugegeben rustikales – Elfenland zu machen. An den Mersmann-Teichen in der Nordwestecke des Waldparks wurde mit Gärtnerkunst aus drei beinahe vergessenen Tümpeln ein ausgewachsener See. An dessen Ostufer türmen sich ganz gemächlich idyllische Sanddünen in den Nadelwald – für Besucher demnächst von einer Gastronomiezone am Ostufer aus bei Speis und Trank genüsslich zu betrachten. Da das Anschauen von Sennedünen wohl nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen von Kindern zählt, und die Macher aber auch auf junge Familien setzen, sind insgesamt elf Spielgelegenheiten inklusive zweier großer Spielplätze vorgesehen. Die beiden riesigen Holz-Spielgeräte mit den putzigen Namen „Trollenburg" und „Elfenheim" inmitten des Geländes sind schon fast fertig und warten auf kleine Kletterer. Beeindruckend für die ganze Familie soll nach dem Wunsch der LGS-Macher schon der erste Blick auf das Gelände sein – im ehrwürdigen Kaiser-Karls-Park. Dort herrscht aktuell die größte Baustellenbetriebsamkeit: Radlader bugsieren Erde, Schotter und Gehwegplatten von einer Ecke in die andere, Beete für tausende Blumen und Pflanzen werden akkurat hergerichtet und wenige Meter hinter den späteren Einlasstoren entsteht gerade ein Becken von der Größe eines Schwimmbades, aus dem Wasser in mächtigen Fontänen in den Lippspringer Himmel geprustet werden soll. Auch der Arminiuspark gehört dazu Von der Fontäne aus in Richtung Osten wird es mondän: dort ist eine Sichtachse entstanden, die schon jetzt erahnen lässt, dass dieser Weg demnächst ein Prachtboulevard für Flaneure wird. Es ist also schon viel geschafft auf dem LGS-Gelände, zu dem auch der gut 500 Meter südlich gelegene Arminiuspark gehört, wo die Vorbereitungen für die Themengärten in dieser Woche beginnen. Bereits jetzt wird klar, dass sich Bad Lippspringe auf die 187 Garten-Tage im kommenden Jahr freut: 7.000 Dauerkarten sind schon verkauft und der örtliche LGS-Förderverein zählt 850 Mitglieder. Nun muss sich 2017 nur noch der von Sprecher Matthias Hack formulierte Wunsch erfüllen, damit die geplanten 480.000 Besuchern innerhalb der sechs Gartenschau-Monate auch wirklich kommen: „Möglichst viel Sonnenschein und wenig Regen."

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