Paderborn Neue Windräder bei Paderborn stabilisieren die Abfallgebühren

Die zu erwartende Jahresgesamtleistung beider Anlagen liegt bei etwa 14,2 Millionen Kilowattstunden

Kreis Paderborn. Ausführlich berichtete die NW bereits über die beiden neuen Windkraftanlagen auf der „Alten Schanze". In der Pressemitteilung argwöhnten die Bündnisgrünen, dass weder die Christdemokraten noch Landrat Manfred Müller öffentlich zu dem 10-Millionen-Projekt stehen würden. Der Grund: Die Einweihung habe ohne Öffentlichkeit und ohne die Medien stattgefunden, begründen die Grünen ihre Vermutung. Am Mittwoch dann erreichte die heimischen Medien die offizielle Pressemitteilung der Paderborner Abfallverwertungs- und Energie GmbH (AVE), in der sich auch Landrat Müller offen zu der Investition bekennt und ihre Vorteile unterstreicht. Die Windräder würden nach Meinung Müllers nicht nur einen Beitrag zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes leisteten. „Die Einnahmen kommen vor allem dem Gebührenzahler zugute", bekräftigte der Landrat bei der offiziellen Inbetriebnahme. Ziel sei es, mit diesen Geldern langfristig die Abfallgebühren zumindest stabilisieren zu können. Strom für 3.500 Einfamilienhäuser So seien aus Finanzierung, Pacht und zukünftiger Ausschüttung jährliche Rückflüsse von etwa 130.000 Euro für den Gebührenzahler zu erwarten. Letztlich gebe es kaum einen besser geeigneten Standort für Windkraftanlagen im Kreisgebiet als hier auf der „Alten Schanze", betont Meinolf Päsch, der jetzige Aufsichtsratsvorsitzende der A.V.E. GmbH. Beide Windkraftanlagen mit jeweils einer Gesamthöhe von knapp 207 Metern und einer Nennleistung von jeweils 3.000 Kilowatt würden zur „konsequenten Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes des Kreises" dienen, das 2011 vom Kreistag verabschiedet wurde. Die zu erwartende Jahresgesamtleistung beider Anlagen liegt bei etwa 14,2 Millionen Kilowattstunden, was umgerechnet jährlich 3.500 Einfamilienhäuser mit regenerativem Strom versorgen würde", betont der Geschäftsführer der A.V.E GmbH, Martin Hübner. Ausbau regenerativer Energien Der Ausbau der regenerativen Energien soll weiter voranschreiten. Im Aufsichtsrat der GmbH bestehen bereits erste konkrete Überlegungen, auf den Betriebsdächern des A.V.E. im Entsorgungszentrum Photovoltaikanlagen zu installieren. Auch diese Überlegungen bewerten Müller und Päsch übereinstimmend als „absolut zielführend im Sinne des Kreisklimaschutzkonzeptes". „Neben der bereits bestehenden Strom- und Wärmenutzung der Deponiegase durch das A.V.E.-eigene Blockheizkraftwerk entwickelt sich das Entsorgungszentrum immer mehr zu einem klimafreundlichen Energiezentrum", so Hübner abschließend in der Pressemitteilung der AVE.

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