0
Da war noch alles gut: Babacar Gueye lässt Hamms Torwart Ivan Mandusic aussteigen und bereitet die Paderborner 1:0-Führung vor. - © Mark Heinemann
Da war noch alles gut: Babacar Gueye lässt Hamms Torwart Ivan Mandusic aussteigen und bereitet die Paderborner 1:0-Führung vor. | © Mark Heinemann

SC Paderborn Paderborns Gueye sieht beim Spiel der Reserve Rot

Der SCP-Stürmer verliert beim 4:2-Sieg der Paderborner U21 gegen Hamm die Nerven und ist nun auch in der Bundesliga gesperrt

Frank Beineke
05.11.2019 | Stand 04.11.2019, 18:05 Uhr

Paderborn. Für Babacar Gueye läuft es derzeit gar nicht gut. Zwar verbuchte der großgewachsene Stürmer des SC Paderborn am 20. Oktober im Gastspiel beim 1. FC Köln seinen ersten Startelf-Einsatz in der Bundesliga, doch bei der 0:3-Pleite des SCP enttäuschte der 24-Jährige auf der ganzen Linie. Konsequenz: In den folgenden beiden Ligaspielen gegen Düsseldorf und in Hoffenheim stand Gueye noch nicht einmal im 20er-Aufgebot. Beim DFB-Pokal in Leverkusen saß er auf der Bank. Daher sollte der Angreifer am vergangenen Sonntag Spielpraxis in der Fußball-Oberliga sammeln. Beim 4:2-Heimsieg der Paderborner U21 gegen die Hammer SpVg. zeigte Gueye zunächst seine Klasse, um seiner Mannschaft dann einen Bärendienst zu erweisen. So flog der Senegalese in der 40. Minute mit einer Roten Karte vom Platz, so dass er nun auch in der Bundesliga gesperrt ist. In der besagten 40. Minute hatte ein Hammer Spieler zunächst am Trikot von SCP-Kapitän Dominik Bilogrevic gezurrt. Im folgenden Handgemenge fasst Gueye einem Gegenspieler an den Hals. So sah es jedenfalls Schiedsrichter Florian Exner, der sofort Rot zückte. "Das war überhaupt nichts Dramatisches. Baba hat seinen Gegenspieler nur ein wenig geschubst", sagte SCP-Sportchef Martin Przondziono nach Ansicht der Videoaufnahmen. Eine vereinsinterne Geldstrafe bleibt dem 24-jährigen Stürmer somit wohl erspart. Strafmaß liegt noch nicht vor Der Deutsche Fußball-Bund, der bei Lizenzspielern das Strafmaß festlegt, hat unterdessen noch nicht bekannt gegeben, wie lange Gueye gesperrt wird. Auch der Sonderbericht des Schiedsrichters liegt dem Verein noch nicht vor. "Wenn wir das Strafmaß wissen, müssen wir schauen, ob wir Einspruch gegen eine Sperre einlegen", sagt SCP-Teammanager Ole Siegel. Zum Zeitpunkt des Platzverweises führte die SCP-Reserve relativ souverän mit 3:1. Das 1:0 (16.) durch Drilon Demaj hatte Gueye hierbei wunderbar vorbereitet, ehe er mit einem feinen Pass den 3:0-Treffer durch Sebastian Woitzyk (25.) einleitete. Dann jedoch sollte der 1,90 Meter große SCP-Stürmer ein wenig die Nerven verlieren. "Wir haben alles im Griff. Bei diesem Ergebnis erwarte ich eine andere Reaktion von ihm. Das war einfach nur dumm und hätte auch nach hinten losgehen können", kommentierte U21-Coach Michél Kniat den Aussetzer des Angreifers, dessen Vertrag beim SCP im Juli 2020 ausläuft. Und derzeit spricht nicht viel dafür, dass Gueye über diesen Zeitpunkt hinaus eine Zukunft in Paderborn hat.

realisiert durch evolver group