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Wird den SCP wohl verlassen: Markus Krösche wechselt verschiedenen Medienberichten zufolge zum Bundesliga-Dritten RB Leipzig. - © Andreas Zobe
Wird den SCP wohl verlassen: Markus Krösche wechselt verschiedenen Medienberichten zufolge zum Bundesliga-Dritten RB Leipzig. | © Andreas Zobe

Fußball-Bundesliga SC Paderborn dementiert Krösche-Wechsel

Paderborns Sportchef Markus Krösche soll Medienberichten zufolge nach dieser Saison zu RB Leipzig wechseln. Doch laut SCP sei RB noch nicht auf den Verein zugekommen

Jan Ahlers
10.05.2019 | Stand 10.05.2019, 12:34 Uhr
Frank Beineke

Paderborn. Ausgerechnet vor dem Aufstiegs-Endspiel gegen den Hamburger SV (Sonntag, 15.30 Uhr, Benteler-Arena) kocht beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn wieder die schier unendliche Geschichte um Markus Krösche hoch. So berichten die Bild-Zeitung, die Leipziger Volkszeitung und der Kicker, dass der SCP-Sport-Geschäftsführer am 1. Juli 2019 das Amt des Sportkoordinators beim Erstligisten RB Leipzig übernehmen wird. Demnach erhält Krösche bei den Sachsen einen Vertrag bis Juli 2023. Beim SC Paderborn sorgen diese Meldungen für Verwunderung. "Es bleibt dabei: Es hat definitiv noch keinen Kontakt zwischen einem anderen Verein und dem SCP gegeben, was Markus Krösche betrifft - weder zum e. V. noch zur KGaA", betont SCP-Geschäftsführer Martin Hornberger gegenüber nw.de.Beim SC Paderborn hatte Markus Krösche in den vergangenen Jahren einen enormen Aufwärtstrend eingeleitet und den Klub vom Beinahe-Absturz in die Regionalliga bis auf den zweiten Platz der 2. Bundesliga geführt. Am Sonntag könnte der SCP mit einem Sieg gegen den Hamburger SV mindestens die Bundesliga-Relegation erreichen, unter Umständen sogar direkt aufsteigen. Kolportierte Ablösesumme wäre überraschend gering Die von der "Leipziger Volkszeitung" als Ablöse kolportierte Summe betrage demnach rund 500.000 Euro. Überraschend wenig, schenkte man den Gerüchten rund um Mitbewerber Schalke 04 Glauben: Dort war eine Ablösesumme von 2,5 bis 4 Millionen Euro im Gespräch - ein Grund, weshalb die Gespräche zwischen Krösche und den Königsblauen letztlich eingestellt worden seien. Die genannten Summen will Martin Hornberger nicht kommentieren. "Warum auch? Es hat ja noch keine Gespräche zwischen uns und anderen Klubs gegeben. Auch nicht mit Leipzig. Wenn ein Verein Interesse an Markus Krösche hat, kann er gerne auf uns zukommen. Aber das ist bislang noch nicht passiert", betont Paderborns Geschäftsführer und fügt an: "Wir haben am Sonntag ein wichtiges Spiel. Damit beschäftigen wir uns." Und so gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder sind die besagten Medienberichte falsch. Oder der Vertrag von Markus Krösche beim SCP, der bis Juli 2022 datiert ist, beinhaltet eine Ausstiegsklausel mit einer festgeschriebenen Ablösesumme. Dann würde eine Einigung zwischen Krösche und seinem künftigen Arbeitgeber ausreichen. Krösche hüllt sich weiter in Schweigen Ob eine solche Klausel existiert, wollen die SCP-Vereinsverantwortlichen nicht verraten. „Über Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Daran werden wir uns halten", erklärt Hornberger. Markus Krösche bleibt ohnehin seiner Linie treu, die er bereits bei den vermeldeten Anfragen vom 1. FC Nürnberg, Hannover 96 und dem FC Schalke 04 durchgezogen hatte. „Ich werde all das nicht kommentieren", betonte der SCP-Sportchef auch am Freitag gegenüber nw.de. Und so könnten noch zwei Wochen ins Land ziehen, ehe Gewissheit herrscht. Laut Bild-Zeitung will RB Leipzig den besagten Krösche-Wechsel erst nach dem DFB-Pokalfinale gegen Bayern München bekanntgeben. Und das besagte Endspiel steigt erst am Samstag, 25. Mai.

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