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Der Angeklagte soll ein junges Mädchen in seinem Schlafzimmer eingeschlossen und anschließend vergewaltigt haben. - © Pixabay (Symbolfoto)
Der Angeklagte soll ein junges Mädchen in seinem Schlafzimmer eingeschlossen und anschließend vergewaltigt haben. | © Pixabay (Symbolfoto)

Salzkotten Vergewaltigungsprozess: Angeklagter aus Salzkotten setzt sich ab

Ein 28-Jähriger aus Salzkotten soll junge Frau vergewaltigt haben. Vor dem zweiten Prozesstag sucht er das Weite.

Jutta Steinmetz
03.12.2019 | Stand 03.12.2019, 19:32 Uhr

Salzkotten. Eigentlich wollte das Paderborner Landgericht noch vor Weihnachten über Schuld oder Unschuld eines 28-Jährigen aus Salzkotten befinden, der im Verdacht steht, im Juli ein junges Mädchen vergewaltigt zu haben. Doch möglicherweise werden die Richter erst viel später entscheiden oder sogar überhaupt kein Urteil fällen können. Der Angeklagte hat sich nämlich abgesetzt.

Salzkotten. Eigentlich wollte das Paderborner Landgericht noch vor Weihnachten über Schuld oder Unschuld eines 28-Jährigen aus Salzkotten befinden, der im Verdacht steht, im Juli ein junges Mädchen vergewaltigt zu haben. Doch möglicherweise werden die Richter erst viel später entscheiden oder sogar überhaupt kein Urteil fällen können. Der Angeklagte hat sich nämlich abgesetzt. Dabei hatte es am ersten Verhandlungstag Mitte November so ausgesehen, dass sich der junge Mann dem Verfahren durchaus willig stellen würde. Den zweiten Vorwurf, nämlich ein Jahr lang einen Bekannten mit Marihuana und Amphetaminen versorgt zu haben, räumte er ohne jedes Zögern ein. Und auch sexuelle Kontakte zu einer 17-Jährigen aus Delbrück gestand er - beteuerte aber, dass es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt habe. Von seinem Wohnort abgemeldet Ein schwieriger Fall, denn die junge Frau, die zur Tatzeit in einer Jugendhilfeeinrichtung in Delbrück gelebt hatte, erschien nicht im Zeugenstand. Ihren Betreuern, aber auch den sofort eingeschalteten Polizeibeamten hatte sie im Sommer berichtet, dass der 28-Jährige sie in seinem Schlafzimmer eingeschlossen und anschließend vergewaltigt habe. Andererseits soll sie aber schon einmal einen anderen Mann wegen ähnlicher Vorwürfe angezeigt haben und bei dieser Gelegenheit auf der Polizeiwache ausfallend geworfen sein. Doch als nun die Richter samt Staatsanwaltschaft und Verteidigung zu einem zweiten Verhandlungstag zusammenkamen, blieb auch der Angeklagte aus. Selbst mithilfe der Polizei konnte der 28-Jährige nicht herangeschafft werden. Der Salzkottener habe sich von seinem Wohnort abgemeldet, vermeldeten die Beamten nach erfolgreicher Recherche. Die Vertreterin der Anklage erließ sofort einen Haftbefehl, hat doch das Gericht für Freitag, 20. Dezember, erneut die 17-Jährige in den Zeugenstand geladen, ebenso eine Rechtsmedizinerin, von der sich die Beteiligten allerhand Erhellendes erhoffen.

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