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Die Freilichtbühne in Schloß Neuhaus hat ein neues Empfangs- und Technikgebäude. Die Mitglieder des Betriebsausschuss Gebäudemanagement Paderborn (GMP) nahmen es kurz vor der Eröffnung in Augenschein. - © Hans-Hermann Igges
Die Freilichtbühne in Schloß Neuhaus hat ein neues Empfangs- und Technikgebäude. Die Mitglieder des Betriebsausschuss Gebäudemanagement Paderborn (GMP) nahmen es kurz vor der Eröffnung in Augenschein. | © Hans-Hermann Igges

Paderborn Für 1,3 Millionen Euro: Freilichtbühne Schloß Neuhaus zeigt neues Gesicht

Das neue Eingangs- und Technikgebäude ist ein wahrer Hingucker geworden. Offiziell eröffnet wird es kurz vor dem Saisonstart.

20.05.2022 , 01:15 Uhr

Paderborn-Schloß Neuhaus. Mit einem schmucken Neubau startet die Freilichtbühne Schloß Neuhaus in ihre Saison. Idyllisch zwischen Bäumen im Schloss- und Auenpark liegt sie ohnehin – jetzt ist auch das neue Eingangs- und Technikgebäude mit seiner an die Umgebung angepassten Naturholz-Fassade fertig und setzt das Theater in Szene. Offiziell eingeweiht wird der Neubau am Samstag, 28. Mai. Rund zwei Wochen später, am 11. Juni, findet mit der Premiere des Kinderstücks „Die kleine Hexe“ die erste Vorstellung des Jahres statt.

Im Februar 2021 waren die Bagger angerückt und hatten den Altbau aus dem Jahr 1972 dem Boden gleichgemacht, da die behördlichen Auflagen und Anforderungen nicht mehr erfüllt werden konnten. Das Gebäude war in einem schlechten baulichen Zustand, die Technik überaltert. Zudem hätte beim etwa 220 Quadratmeter umfassenden Altbau aufgrund eines zusätzlichen Platzbedarfes angebaut werden müssen. Somit war ein Ersatzneubau für das Regiehaus der Freilichtbühne die wirtschaftlichere Alternative. Kostenpunkt: etwa 1,3 Millionen Euro.

„Ausgebildet ist das neue Empfangs- und Versorgungsgebäude wie ein Schaukasten, wie eine symbolische Art des Theaterfernglases. Der Service rund um die kommenden Angebote, Veranstaltungen des Brauchtums oder des Schauspiels stehen im Mittelpunkt – also Geselligkeit, Begegnung und Unterhaltung“, erklärt Architekt André Reckeweg, Partner der Plan Bee Architekten Schloß Neuhaus, seine Idee. Es sei ihm eine besondere Freude gewesen, „diesen Ort der Begegnung durch einen neuen architektonischen Impuls, der klar und neugierig zwischen alten Bäumen hervorlugt, neu zu definieren“.

Der Neubau mit Gründach, dessen Bauherr das Gebäudemanagement Paderborn (GMP) ist, befindet sich nun an exakt derselben Stelle und nutzt die Fläche optimal aus. Im Erdgeschoss ist neben einem 30 Quadratmeter großen Kiosk und einer kleinen Verkaufsfläche für Tagestickets die barrierefreie Toilettenanlage zu finden, die nun etwa die doppelte Anzahl an Toiletten umfasst. Im Obergeschoss gibt es einen mit einfachen Mitteln optimal ausgenutzten Raum für den Kostümfundus und Requisiten, eine Werkstatt sowie den Regieraum mit moderner Technik. Während der Zugang zur Bühne früher mittig durch das Gebäude verlief, erfolgt er nun links und rechts um den Neubau herum.

Verein wirkte bei der Planung mit

Bei der Planung hat der Verein aktiv mitgewirkt, um die eigenen Wünsche bestmöglich umzusetzen. Insbesondere der zweite Vorsitzende Chris Malassa, war regelmäßig vor Ort und packte mit an. „Die Eigenleistungen des Vereins waren erheblich“, lobt auch Katharina Grawe vom GMP, die das Projekt betreut hat. „Die Bereitschaft zur Mithilfe vor Ort war seitens der Vereinsmitglieder immer gegeben – für jedes Problem gab es eine Lösung.“

Der Verein kümmerte sich nicht nur um die Kücheneinrichtung im Kiosk, sondern nahm auch diverse Umbauarbeiten vor. Außerdem bereiteten die Freiwilligen den aufwendigen Austausch der Verkabelung rund um die Bühne vor und nach. Die Verschattung eines Teils der Sitzflächen steht ebenfalls noch auf der To-do-Liste. Bevor es losgehen kann, müssen außerdem noch die letzten Sitzbänke angebracht werden. Danach steht dem Freiluft-Theater nichts mehr im Weg.

Das städtische Kulturamt, das offizieller Nutzer der Freilichtbühne ist und an den Verein Freilichtbühne vermietet, plant weitere kulturelle Veranstaltungen auf dem Gelände stattfinden zu lassen. Dies wird aber frühestens im kommenden Jahr der Fall sein.

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