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Das Thema Marienplatz bleibt in Paderborn auch weiter aktuell. - © Holger Kosbab
Das Thema Marienplatz bleibt in Paderborn auch weiter aktuell. | © Holger Kosbab

Paderborn Initiatoren des Bürgerbegehrens zum Stadthaus-Neubau melden sich zurück

Sie fordern, dass die Unterschriften der Bürger ernst genommen werden sollten

Hans-Hermann Igges
20.08.2019 | Stand 19.08.2019, 20:10 Uhr

Paderborn. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den inzwischen vom Rat selbst aufgehobenen Ratsbeschluss zum Neubau der Stadtverwaltung an Abdinghof und Marienplatz bringen sich wieder in Erinnerung. Hartmut Hüttemann (FBI), Stephan Hoppe (Für Paderborn), Alexander Senn (FDP) und Johannes Knaup (LKR) fordern in einer gemeinsamen Pressemitteilung, dass die Interessen der über 8.000 Paderbornerinnen und Paderborner ernst genommen werden sollten. Sie hatten mit ihrer Unterschrift das Bürgerbegehren auf den Weg bringen wollen. Das Bürgerbegehren hatte sich nach Meinung der Initiatoren vor allem gegen zu hohe Kosten von 56,5 Millionen Euro für den aus ihrer Sicht deutlich überdimensionierten Neubau und den daraus entstehenden hohen Anstieg der Verschuldung gewandt. „Diese wichtigen Punkte dürfen in der anstehenden Planung nicht unter den Tisch fallen. Zwar ist das Bürgerbegehren durch die Aufhebung des Ratsbeschlusses zum Neubau der Stadtverwaltung gegenstandslos geworden, dies heißt aber nicht, dass die berechtigten Forderungen der Bürgerinnen und Bürger keine Rolle mehr spielen dürfen", so die Initiatoren. Größe und Kosten sollen kritisch betrachtet werden Aus Sicht des Bürgerbegehrens geht es in den Neuplanungen nicht nur um eine Lösung für den Marienplatz und den Erhalt der Bäume, auch die Größe und vor allem die Kosten müssten nochmals kritisch betrachtet und Lösungsvorschläge erarbeitet werden, die die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger widerspiegeln. Seitens der Stadt wird derzeit nach Angaben von Pressesprecher Jens Reinhardt eine Veranstaltung mit Bürgerbeteiligung vorbereitet, bei der auf der Grundlage des Ergebnisses aus dem städtebaulichen Wettbewerb zur neuen Stadtverwaltung neue Vorschläge erarbeitet werden sollen. Davor soll es eine umfassende Bürgerinformation geben. Bei der Aufhebung des früheren Ratsbeschlusses zum Neubau hatte der Rat festgelegt, dass er bis zum 31. Oktober über einen neuen Vorschlag abstimmen will.

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