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Machen weiter: Magdalena Schlüter (von links), Ulrike Fromme, Hanna Dabbert und Anja Lüke-Roth gehören zu den sieben Initiatorinnen von Maria 2.0 in Paderborn. - © Kristina Grube
Machen weiter: Magdalena Schlüter (von links), Ulrike Fromme, Hanna Dabbert und Anja Lüke-Roth gehören zu den sieben Initiatorinnen von Maria 2.0 in Paderborn. | © Kristina Grube

Paderborn Maria 2.0: Paderborner Frauen wollen die Kirche erneuern

Nach dem erfolgreichen Kirchenstreik soll mit einem Abendgebet ein weiteres Zeichen gesetzt werden

Birger Berbüsse
26.06.2019 | Stand 25.06.2019, 16:38 Uhr

Paderborn. Sie machen weiter: Die sieben Paderborner Frauen, die sich am bundesweiten Kirchenstreik "Maria 2.0" im Mai beteiligt hatten, wollen ihre Anliegen in der Öffentlichkeit präsent halten. Dazu laden sie am Samstag, 29. Juni, um 18 Uhr zu einem Abendgebet ein. Unter dem Motto „Erneuert die Kirche - Wir bleiben dran" wollen die Aktiven zusammen mit Frauen und Männern beten und singen und damit ein Zeichen gegen Missbrauch und Ausgrenzung von Frauen in der Kirche setzen. "Uns brennt das Thema weiter auf der Seele" heißt es dazu auf dem Flyer, der für das Abendgebet wirbt. Und weiter: "Maria 2.0 sind alle, denen die Kirche zu sehr am Herzen liegt, als dass der stillschweigende Austritt eine Alternative wäre." Ein Streik zeigt Wirkung Das Abendgebet findet an bekannter Stelle statt. Treffpunkt am Samstag ist wieder der Sandkasten hinter der Kirche St. Meinolf in der Winfriedstraße 83. Dort hatten Anfang Mai bereits rund 140 Frauen und Männer einen Freiluft-Gottesdienst zum Auftakt der Streikwoche gefeiert. Im Anschluss an das Gebet lädt die Gruppe noch zu einem gemeinsamen Ausklang ein. Der Kirchenstreik der Frauen hatte in der Paderborner Südstadtpfarrei St. Julian Wirkung gezeigt: Unter anderem habe er eine ausgefallene Messe, einen Gottesdienst ohne Musik und eine geschlossene Bücherei zur Folge gehabt. Die sieben Initiatorinnen berichteten im Anschluss aber auch über viele positive Gespräche, darunter mit Dechant Benedikt Fischer, Monsignore Michael Bredeck und Dompropst Joachim Göbel.

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