Hingucker: Rene Babinzky mit Frau Evelina neben ihrem 220 PS starken Ford Mondeo. - © Karl Eigenbrodt
Hingucker: Rene Babinzky mit Frau Evelina neben ihrem 220 PS starken Ford Mondeo. | © Karl Eigenbrodt

Paderborn Tuningszene lockt viele Menschen nach Paderborn

Für Autoliebhaber: Die "Paderszene" lädt zum dritten Mal an den Südring. Dabei kommt es nicht nur auf Pferdestärken an

Paderborn. Ein bisschen erinnert der Parkplatz des Südring-Centers an "Fast and Furious", die bekannte Hollywood-Filmreihe. Aber noch bevor die Schauspieler ihre Autos vor dem Abheben aus startenden Flugzeugen hüpfen ließen und es in den Filmen mehr um das Tuning ging. Schnell und furios geht es auf dem Parkdeck in Paderborn am Sonntag allerdings nicht zu. Statt nach Benzin riecht es nach Shisha und Energy Drink. Und statt lautem Motorengeheule gibt es hier Elektorbeats vom DJ. Es geht darum zu zeigen, wie schön die Fahrzeuge sind und nicht wie schnell sie fahren können. "Manche der Autos hier haben auch nur 90 PS", erklärt Dennis Tuschen, der Mitglied der Paderszene-Crew ist. Die haben das Treffen organisiert. "Hier kann jeder mitmachen, und jeder ist willkommen". Der Großteil der Szene ist friedlich und hält sich an die Regeln, aber auch hier gibt es ein paar schwarze Schafe, die ihre Motoren aufheulen lassen müssen. "Aber das gefällt uns auch nicht", versichert Dennis Tuschen. Paderborner Tuningszene hat eine große Reichweite Jeden Freitag trifft sich die Gruppe am Uni-Parkplatz neben dem Südring-Center und zu Problemen kam nach seinen Worten dabei noch nicht. Das übliche Treffen am Karfreitag wurde zwar verboten, allerdings nur wegen des Versammlungsverbotes an diesem Feiertag. Paderborn genießt in der Tuningszene einen guten Ruf. Die Polizei greift in vielen Städten härter gegen die Tuner durch, doch hier hält man sich meistens an die Regeln und wird deswegen auch größtenteils in Ruhe gelassen. Die Teilnehmer wissen das zu schätzen. Schaut man sich die Kennzeichen an, merkt man, dass die Szene eine große Reichweite hat. Neben den lokalen Teilnehmern kommen auch viele aus dem Ruhrgebiet, Hannover und auch Hessen. Viele Besucher haben ihre Kameras dabei und machen fleißig Fotos von den schicken Autos. Auch Veranstalter Nomer Santos streamt ein Livevideo für die Paderszene Gruppe auf Facebook. Etwa 15.000 Mitglieder hat die Gruppe in dem sozialen Netzwerk. Rene Babinzky ist mit seiner Frau Evelina extra aus Frankenberg angereist. Er war schon beim letzten Treffen dabei und fährt im Jahr mit seinem abstrakt in Rot, Weiß und Schwarz gemusterten Ford Mondeo zu etwa zehn solcher Veranstaltungen. Für den Maler und Lackierer ist das ein Hobby. Seit 2016 arbeitet er an seinem Auto und fertig ist er noch nicht. "Das Dach im Innenbereich soll noch komplett in Alcantara ausgekleidet werden und auch der Motorraum soll noch etwas aufgehübscht werden", beschreibt er. Zu Hause benutzen die beiden den auffälligen Wagen auch im Alltag - der Hingucker schlechthin.

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