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Gegen Abschiebung und Abschiebehaft demonstrierten zahlreiche Menschen in Büren. - © Johannes Büttner
Gegen Abschiebung und Abschiebehaft demonstrierten zahlreiche Menschen in Büren. | © Johannes Büttner

Büren Demonstration in Büren: „Der Abschiebeknast muss weg“

Rund 100 Demonstranten waren zur Unterbringungseinrichtung des Landes NRW gekommen, um gegen Abschiebehaft ein Zeichen zu setzen

Johannes Büttner
13.05.2019 | Stand 13.05.2019, 16:53 Uhr

Büren. Rund 100 Demonstranten waren am Sonntag zur Unterbringungseinrichtung des Landes NRW in Büren gekommen, um gegen die, wie sie sagen "Abschiebeknäste zu protestieren" und damit deutlich zu machen, wie unmenschlich das System der Abschiebemaschinerie finden. Mitunter erinnerte Franz Gockel, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft in Büren", während der vierstündigen Demonstration in seinem Beitrag an die Geschichte der vor 25 Jahren als „größter Abschiebeknast für Männer" entstandenen Einrichtung in Büren. 1919 sei das Gesetz zur Abschiebungshaft eingeführt worden. Ziel sei es gewesen, eingewanderte Juden zu inhaftieren und abzuschieben. Derzeit 140 Menschen inhaftiert „Bis heute funktioniert die Strategie Deutschlands, Menschen für Arbeit aus allen Teilen der Welt zu holen, um sie dann einige Jahre später wieder loswerden zu wollen", sagte Gockel. „Stoppt die Abschiebung, stoppt Abschiebehaft, für Solidarität mit allen Flüchtlingen und geflüchteten Menschen auf dieser Welt", lauteten die Forderungen der Demonstranten. Wie Gockel weiterhin berichtete, seien derzeit 140 Menschen in der Bürener Einrichtung inhaftiert. Ziel sei es, die Einrichtung auf 175 Plätze auszubauen. Das dieses bisher noch nicht erfolgt sei, schreibt er der Tatsache zu, dass es schwierig sei Personal zu finden. In einer bundesweiten Demonstration soll am 31. August auch in Büren erneut gegen Abschiebung protestiert werden.

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