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2 Meter lang sind die Stahlträger, die demnächst die Stüher Straße über die Nordumgehung führen. Ein Träger wiegt zirka 30 Tonnen. Die sogenannten Kopfbolzendübel auf der Oberfläche sorgen später für die feste Verbindung zum Beton. - © FOTO: NICOLE SIELERMANN
2 Meter lang sind die Stahlträger, die demnächst die Stüher Straße über die Nordumgehung führen. Ein Träger wiegt zirka 30 Tonnen. Die sogenannten Kopfbolzendübel auf der Oberfläche sorgen später für die feste Verbindung zum Beton. | © FOTO: NICOLE SIELERMANN

BAD OEYNHAUSEN-WERSTE Ästhetik für die Stüher Straße

Straßen NRW lässt an der Nordumgehungs-Brücke zwei tonnenschwere Stahlträger montieren

VON NICOLE SIELERMANN
13.08.2011 | Stand 04.02.2015, 12:07 Uhr

Bad Oeynhausen-Werste. Fix sind sie, die Männer auf der Nordumgehungs-Baustelle. Nicht mal eine Stunde, da liegt der erste der zwei 30 Tonnen schweren Stahlträger bereits an Ort und Stelle. Über ihn wird in wenigen Wochen die neue Stüher Straße führen. Pünktlich zum Jahreswechsel, so hofft Projektleiter Tobias Fischer von Straßen NRW, können die ersten Autos rollen. Bis dahin bleibt aber noch einiges zu tun.

26 Brücken werden im Zuge des Baus der Nordumgehung gebaut. Die Stüher Straße ist nur eine davon. Eine kleine. "Das wird ein Wirtschaftsweg mit sechs Metern Breite", erklärt Fischer. Die Schwester-Brücke "Im Meerbruch" misst dagegen 11,50 Meter - sie wird später zur Gemeindestraße. Und bekommt in gut sechs Wochen die Stahlträger geliefert. Doch jetzt ist erst einmal die Stüher Straße an der Reihe. Dort hat die Arbeitsgemeinschaft der Firmen Kögel (Bad Oeynhausen) und Scheidt (Herford) für die Vorarbeit gesorgt.

"Wir haben hier ein sogenanntes integrales Bauwerk", erklärt Fischer. Soll heißen, dass die Widerlager und die Stahlträger zusammen betoniert werden. Der Vorteil: Zum einen der fehlende Brückenansatz im Asphalt (den der Autofahrer merken würde), zum anderen die niedrigere Reparaturrate. "Bewegliche Lager sind anfälliger und müssen häufiger ausgetauscht werden." Diese Bauweise sei zwar zunächst teurer, rechne sich aber durch die geringeren Unterhaltungskosten.

Gut zehn Wochen, dann soll die neue Brücke komplett fertig sein. "Das hängt aber vom Wetter ab", schränkt Fischer ein. "Sagen wir mal, zum Jahreswechsel können Sie drüber fahren." Denn nun folgten die Arbeiten, die sehr witterungsabhängig seien. Dazu gehört unter anderem die Abdichtung. Danach werden der Gussasphalt und der Fahrbahnbelag aufgetragen. Doch noch sitzt erst der erste Träger in der richtigen Position.

Trotzdem gerät Tobias Fischer schon mal ins Schwärmen: "Schauen Sie mal, welch filigranes Bauwerk", sagt er und sein Blick schwebt gen Stahlträger. Der überschlägt die Nordumgehung in ihrer vollen Breite und kommt wahrlich schlank daher. "In der Mitte lediglich einen Meter stark, am Rand 1,65 Meter", so Fischer. "Das ist bautechnisch äußerst ästhetisch."

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