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Trinkwasser: Nachdem die Hitzewelle einen akuten Engpass ausgelöst hatte, ist die Situation nun wieder entspannt. - © Andreas Sundermeier
Trinkwasser: Nachdem die Hitzewelle einen akuten Engpass ausgelöst hatte, ist die Situation nun wieder entspannt. | © Andreas Sundermeier

Hüllhorst Trinkwasserversorgung: Lage in Hüllhorst wieder entspannt

Neue Wasserleitung verbessert die Versorgung. Die Verwaltung rät aber grundsätzlich zu einem angemessenen Umgang mit der Ressource und gibt Tipps.

Kirsten Tirre
06.08.2019 | Stand 06.08.2019, 18:04 Uhr

Hüllhorst. Die Situation bei der Wasserversorgung hat sich verbessert, sodass derzeit keine besonderen Sparappelle in der Gemeinde mehr notwendig sind. Das teilte jetzt Dirk Oermann von der Hüllhorster Verwaltung mit. Mit Beginn der Sommerferien sei der Trinkwasserverbrauch zurückgegangen. Außerdem wurden zwei neue Transportleitungen mit Einspeisepunkten gebaut. Bei der Anbindung zwischen Porta Westfalica und Bad Oeynhausen war mit einer 1,1 Kilometer langen Leitung die Weser zu unterqueren. 1.500 Kubikmeter Wasser zusätzlich Der zweite neue Übergabepunkt liegt in Hille. Damit stehen jetzt täglich bis zu 1.500 Kubikmeter Wasser zusätzlich zur Verfügung. „Als nächster Schritt gehen die Planungen für die Erweiterung des Hochbehälters in Bergkirchen weiter. Nach Fertigstellung können mit diesem vergrößerten Speicher Verbrauchsspitzen über mehrere Tage besser abgepuffert werden." Verordnung zur Trinkwasserversorgung Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) hatte Mitte Juni die Anschlussnehmer der Mitgliedsgemeinden um einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser gebeten. Hüllhorst als Mitgliedskommune schloss sich dieser Aufforderung an. Die Kommunen Löhne, Bad Oeynhausen und kurze Zeit später auch Hille waren sogar so weit gegangen, eine ordnungsbehördliche Verordnung zur Trinkwasserversorgung in Kraft zu setzen. Die Verordnung hätte es sogar ermöglicht, Bußgelder gegen uneinsichtige Wasserverschwender während der Knappheit auszusprechen. Die anhaltende Schönwetterperiode und dann die Hitze hatten zu einem erhöhten Verbrauch an Trinkwasser geführt. Infolge der gestiegenen Verbräuche war der Trinkwasserpegel wie schon 2018 im Hochbehälter in Bergkirchen deutlich gesunken. Verbrauchsspitzen am späten Nachmittag Grundsätzlich gelte: Mit Trinkwasser sollte sorgsam und angemessen umgegangen werden. Das sei besonders an heißen Tagen mit Temperaturen über 30 Grad wichtig. An diesen heißen Tagen ist der Trinkwasserverbrauch häufig besonders hoch, oft mit Verbrauchsspitzen am späten Nachmittag und am Abend. Die Verwaltung hat folgende Tipps parat: Den Rasen im Sommer nicht zu kurz mähen. Bleibt das Gras etwas länger, benötigt es nicht so schnell Wasser. Den Garten nicht in der prallen Sonne wässern, sondern frühmorgens oder spätabends. Bei starker Hitze verdunstet viel Wasser, bevor die Pflanzen es aufnehmen können. Außerdem wirken Wassertropfen bei starkem Sonnenschein wie Lupen, sodass die Blätter „verbrennen" können. Wasser in Zisternen sammeln Wer die Möglichkeit hat, Niederschlagswasser in Zisternen oder Regentonnen zu sammeln und zur Gartenbewässerung zu nutzen, spart Geld und entlastet das Trinkwassernetz. An den heißen Tagen ist der Trinkwasserverbrauch häufig besonders hoch. Zum Vergleich: Ein Rasensprenger verbraucht bis zu 800 Liter in der Stunde, während ein Mensch rund 120 Liter Trinkwasser pro Tag verbraucht.

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