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Unzählige Menschen, viele auch von außerhalb, zieht es auf den Oerlinghauser Weihnachtsmarkt. Der erstreckt sich vom Rathausplatz bis zur Rathaus- und zur Hauptstraße. - © Karin Prignitz
Unzählige Menschen, viele auch von außerhalb, zieht es auf den Oerlinghauser Weihnachtsmarkt. Der erstreckt sich vom Rathausplatz bis zur Rathaus- und zur Hauptstraße. | © Karin Prignitz

Weihnachtsmarkt Oerlinghauser und ihre Gäste feiern wieder den Bergstadt-Advent

Das neue Konzept mit Zelten an der Rathausstraße, die tageweise genutzt werden können, geht auf. Wie in früheren Zeiten gibt es mehr kreative Angebote.

Karin Prignitz
04.12.2022 | Stand 04.12.2022, 15:26 Uhr |

Oerlinghausen. Wie viele 12- bis 17-Jährige leben in Oerlinghausen? Wie hoch ist das Durchschnittsalter der in der Bergstadt lebenden Menschen? Zwei von vier Fragen, auf die die Besucher beim Quiz der „Oerli-Jugend“ eine Antwort finden sollen. Die Schätzungen liegen weit auseinander. Wer am nächsten an den Antworten 1.002 und 44,58 ist, kann ein großes Paket Lebkuchen mit nach Hause nehmen. Der „Bergstadt-Advent“ hält noch viele weitere Überraschungen bereit und erinnert ein wenig an frühere Zeiten.

Die Idee von Jenny Czychun vom ausrichtenden Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Oerlinghausen, Zelte aufzustellen, die von Vereinen, Organisationen, Kitas oder Einzelanbietern tageweise genutzt werden konnten, kommt gut an. „Zwei oder drei Tage, das können viele personell einfach nicht leisten“, verdeutlicht Irmtraud Niemann. So aber haben am Samstag und am Sonntag 15 Teilnehmer die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit vorzustellen.

Der positive Effekt war, dass es an vielen Ständen gibt es wieder Gebasteltes und Selbstgemachtes, so, wie es ursprünglich beim Weihnachtsmarkt üblich war. „Das Konzept ist aufgegangen“, bestätigt Kristian Hoffmann. „Die Zelte waren an beiden Tagen belegt.“

Kumsttonnenhäuser und Glühweingelee

Überall ist Besonderes zu entdecken und zu kosten. Im Zelt der Südstadtgärten können Stullen und Falafeltaschen probiert werden, beim Knup vegane „Chili sin carne“. Der Duft von Waffeln weht aus dem Zelt der Kitas Löwenzahn und Krümelkiste, die Fördervereine Lipperreihe und Südstadtschule haben Glühweingelee, Brot aus dem Steinofen, Kumsttonnenhäuser, Kerzen und mehr vorbereitet.

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Ein großer Kicker bietet vor dem Zelt der Oerli-Jugend Gelegenheit, eine Spielpause einzulegen. Tags darauf werden die Zelte neu besetzt. Von der Agenda über den Kunstverein bis hin zur Müllerburg sind dort viele Aktive vertreten. Wie gewohnt, bilden sich Trauben vor der „Glühenden Apotheke“.

„Viele Menschen sind froh, dass sie endlich wieder einen Weihnachtsmarkt besuchen können“, schildert Kristian Hoffmann seinen Eindruck. Larissa Busse, Katrin Rendulic, Lisa Schollmeyer, René und Karina Wiebe bestätigen: „Das hat gefehlt.“ Auf dem Rathausplatz stehen immer wieder andere Akteure auf der Bühne, die das Marktgeschehen musikalisch bereichern. „Der Freitag hat die Besuchererwartungen schon übertroffen“, sagt Kristian Hoffmann, „der Besuch am Samstag war sensationell.“ Auffällig ist, dass viele Menschen auch von außerhalb kommen.

Heinz-Sielmann-Schule lädt zum Glücksrad ein

Zu den Anziehungspunkten gehört das Glücksrad der Heinz-Sielmann-Sekundarschule. „Jeder Dreh ist ein Gewinn“, werben die Neuntklässler Luca Brinkmann und Maximilian Schulze. In der HSS-Hütte ist derweil der weihnachtlich abgeschmeckte „Heiße Heinz“ der Renner, aber auch die selbst gemachten Marmeladen aus der Genussmanufaktur. „Kirsche-Marzipan und Pflaume-Walnuss sind schon ausverkauft“, verkündet Alexandra Spilker. Deutlich ausgedünnt ist schon am Samstag auch das Sortiment der Kita Ubbedissen, die wieder mit ihrem Waldwagen vertreten ist.

„Wie geschnitten Brot“ geht der kalorienreiche und erstmals auf dem Markt angebotene „Bombardino“ am Stand des OWL-Skiclubs. Für Glühwein, Punsch, Feuerzangenbowle oder einen schwedischen Caipirinha mit Sanddornlikör ist das kalte Wetter geradezu perfekt. Für die nötige Grundlage sorgen unter anderem die Schützen am Bratwurst- und Pommesstand. Wer Süßes bevorzugt, der ist am DLRG-Waffelstand richtig aufgehoben oder bei Schokocrossies und Mandeln der Pfadfinder. Riesiger Andrang herrscht auch bei den Auftritten der Puppenbühne. Vermisst wird lediglich die Beleuchtung des Rathauses, angesichts der Energiekrise herrscht zugleich aber Verständnis.

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