0
Grund für die Hitzephase ist laut DWD ein Hoch mit Schwerpunkt über Mitteleuropa. - © Pixabay (Symbolfoto)
Grund für die Hitzephase ist laut DWD ein Hoch mit Schwerpunkt über Mitteleuropa. | © Pixabay (Symbolfoto)

Kreis Höxter Bis zu 36 Grad am Dienstag: Amtliche Hitze-Warnung für den Kreis Höxter

Die erste Hitzewelle des Sommers steht bevor. Vor allem für Senioren und Kleinkinder können die extremen Temperaturen gefährlich werden.

Mareike Gröneweg
19.07.2022 | Stand 19.07.2022, 09:45 Uhr

Kreis Höxter. Die Hitzewelle rollt auch im Kreis Höxter an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in der Zeit von Dienstag 11 bis Mittwoch 19 Uhr eine amtliche Hitzewarnung ausgesprochen. Am Montag sollen die Temperaturen bis auf 31 Grad klettern, am Dienstag dann bis auf 36 Grad.

Durch das trockene und sonnige Wetter erhöht sich die Gefahr für Waldbrände. Für Teile von OWL setzte der Wetterdienst den Waldbrandgefahren-Index hoch.

Grund für die Hitzephase ist laut DWD ein Hoch mit Schwerpunkt über Mitteleuropa, das zunehmend heiße Luft aus Südwesten nach Nordrhein-Westfalen führt.

Tipps vom Landkreis Holzminden

Das Gesundheitsamt des Landkreises Holzminden gibt für die kommende heißen Tage folgende Tipps: Der Tagesablauf sollte der Hitze angepasst werden. Um 17 Uhr sei die Hitze am stärksten, warnt der Landkreis. Gerade Tätigkeiten im Freien sollten morgens oder abends erledigt werden. Körperliche Belastungen, auch Sport, sollten vermieden werden.

"Wenn Sie körperlich arbeiten müssen, trinken Sie ausreichende Mengen eines kühlen, alkoholfreien Getränks", so das Gesundheitsamt. Viel trinken - das gilt für alle Menschen. Wasser oder Säfte sollten es sein, auch ohne Durst. Getränke mit Alkohol oder viel Zucker sollten hingegen vermieden werden, denn sie können den Körper austrocknen. Zu kalt sollten die Drinks auch nicht sein, denn das kann zu Magenbeschwerden führen. Apropos Magen: "Essen Sie möglichst verteilt auf den Tag mehrere kleine, leichte Mahlzeiten", rät das Gesundheitsamt.

Symptome und Warnsignale

Die erste Hitzewelle des Sommers steht bevor. Vor allem für Senioren und Kleinkinder können die extremen Temperaturen gefährlich werden. Und auch alle anderen sollten die Belastung, die mit großer Wärme einhergeht, keinesfalls unterschätzen. „Hitze bedeutet grundsätzlich immer eine Mehr-Belastung für den Körper“, sagt Apotheker Björn Schmidt, Sprecher der Apothekerschaft im Kreis Höxter. Der Apotheker warnt vor Hitzschlägen und erklärt, auf welche Warnsignale geachtet werden sollte.

Die Symptome und Warnsignale für einen Hitzschlag können dabei vielfältig sein: Erschöpfungsgefühl, Kopf- und Muskelschmerzen, Kurzatmigkeit und Verwirrtheit können – auch wenn sie einzeln auftreten – Warnzeichen sein. „Ebenso zählen Schwindel, Übelkeit, starke Blässe oder Hautrötungen zu den möglichen Symptomen, aber auch Fieber, Appetitlosigkeit oder Verstopfung“, führt der Apotheker aus. Die Symptome können auch zeitlich verzögert nach dem Aufenthalt in der Wärme auftreten. Als Erste-Hilfe-Maßnahmen müssen Personen mit Verdacht auf Hitzschlag zunächst umgehend aus der Wärme heraus. Den Betroffenen sollte etwas Wasser zum Trinken angeboten werden. Mit feuchten Tüchern können Kopf und Nacken sowie Hände und Füße gekühlt werden. „Wichtig dabei: Die Tücher dürfen nicht zu kalt sein, weil sonst der Kreislauf zusätzlich geschwächt werden kann“, sagt Schmidt.

Mehr zum Thema

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken