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So sehen die „fahr mit"-Busse aus. Auch ein barrierefreier Einstieg ist gewährleistet. - © Jonas Jaeschke
So sehen die „fahr mit"-Busse aus. Auch ein barrierefreier Einstieg ist gewährleistet. | © Jonas Jaeschke

Kreis Höxter Busverkehr im Kreis Höxter wird neu aufgestellt

Nahverkehr in den Linienbündeln 3 (Brakel), 4 (Warburger Börde), 9 (Nordkreis Höxter) und 11 (Wesertal) werden ab August 2020 von go.on übernommen. Was sich ändern wird

Simone Flörke
09.10.2019 | Stand 09.10.2019, 14:17 Uhr

Kreis Höxter. Im Zuge der beim Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (nph) laufenden Wettbewerbsverfahren wurden im Kreis Höxter die Linienbündel in Brakel, Warburger Börde, Nordkreis Höxter und Wesertal europaweit ausgeschrieben und neu vergeben. Der nph übernimmt als ÖPNV-Aufgabenträger und damit zuständige Behörde im Sinne des EU-Rechts die Ausgestaltung des Wettbewerbs in der Vergabe der Linienbündel. Sämtliche Linienbündel wurden neu an die go.on Gesellschaft für Bus- und Schienenverkehr vergeben. Die Betriebsaufnahme erfolgt zum 1. August 2020 mit einer Laufzeit von jeweils sieben Jahren. Mit einem optimierten Liniennetz in Verbindung mit einem ansprechenden Fahrtenangebot entständen Verbesserungen für die Fahrgäste. „Mit der go.on haben wir in den betreffenden Linienbündeln einen zuverlässigen Partner an unserer Seite, mit dem wir bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet haben", so nph-Verbandsvorsteher Ulrich Conradi. „Das Angebot hinsichtlich Fahrplan und Liniennetz ist auf die Belange der Fahrgäste ausgerichtet worden", erläutert Conradi. Unter Federführung des nph Die Verkehre in den neu vergebenen Linienbündeln werden zukünftig gemeinwirtschaftlich unter der Federführung des nph realisiert. Das Unternehmen go.on übernimmt dabei die Durchführung der Verkehrsleistung. Dies betrifft auch die Busverkehre in den Linienbündeln Nordkreis Höxter und Wesertal, die bereits seit dem 1. März 2019 unter der Regie des nph stehen und zur Zeit noch vom Verkehrsunternehmen WEB Weser-Egge-Bus befahren werden. Neben den Busverbindungen werde sich auch der Komfort für die Fahrgäste in den neu vergebenen Linienbündeln verbessern, da auf den betroffenen Strecken Busse mit modernstem Standard auch hinsichtlich der Abgasemissionen eingesetzt werden. Die Busse würden zudem für die Fahrgäste gut zu erkennen sein, da sie im Design der Dachmarke „fahr mit" – mobil im Hochstift gestaltet werden. Ein barrierefreier Einstieg sei ebenfalls gewährleistet. Vorzeitig aus Linienbündeln ausgestiegen „Der Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter steht bereit, den Busverkehr im Kreis Höxter im Status quo zu sichern." Diese Botschaft hatte nph-Verbandsvorsteher Ulrich Conradi Mitte Februar. Das hieß auch: Der nph wird die Kosten für den Busverkehr bis Mitte 2020 tragen und wollte bis dahin die Zeit nutzen, ein verkürztes Vergabeverfahren für insgesamt fünf Linienbündel des Busverkehrs im Kreis Höxter (die zwei aktuell betroffenen und drei andere ab 2020) auf den Weg zu bringen. Er sei zuversichtlich, dass es gelinge, den Busverkehr im Flächenkreis Höxter aufrecht zu halten. Die WEB Weser-Egge-Bus hatte im Dezember 2018 bei der Bezirksregierung Detmold beantragt, vom Betrieb eines Teils der auf sie konzessionierten Linienbusverkehre entbunden zu werden. Nach mehreren Genehmigungswettbewerben hatte das Unternehmen diese in den Jahren 2014 und 2016 in eigenwirtschaftlicher Regie übernommen und hatte nun bereits zum 1. März 2019 die Entbindung von der ursprünglich bis 2023 und 2024 laufenden Betriebspflicht der Linienbündel Nordkreis Höxter und Wesertal beantragt. Betroffen sind und waren Busverkehre in den Kommunen Beverungen, Borgentreich, Nieheim, Marienmünster und Steinheim. Zur Begründung führten die WEB-Vertreter an, dass eine wirtschaftliche Erbringung nicht mehr möglich sei. Dies liege insbesondere an den starken Rückgängen im Bereich der Schülerbeförderungen.

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