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Wo breitet sich das Virus aus? - © Pixabay (Symbolbild)
Wo breitet sich das Virus aus? | © Pixabay (Symbolbild)

Kreis Herford 40 neue Corona-Fälle: Wo sich die Menschen aktuell am meisten anstecken

Über 1.500 Menschen sind aktuell in Quarantäne. Darüber hinaus steige der Anteil der Menschen, die sich mit einem mutierten Virus infiziert haben.

Online-Redaktion Nord
30.03.2021 | Stand 30.03.2021, 15:18 Uhr

Kreis Herford. Der Kreis Herford gibt in seinem aktuellen Corona-Update einen Überblick über die Infektionslage im Kreisgebiet und Auskunft darüber, wo sich die Menschen mit dem Coronavirus infizieren, wie viele Menschen derzeit in Quarantäne sind, wie viele Menschen schon geimpft wurden und wie die Kreise und Städte in Ostwestfalen-Lippe mehr zusammenarbeiten wollen. Hier sind alle Zahlen und Entwicklungen zusammengefasst.

Infektionsgeschehen im Kreis Herford

AKTUELLE CORONA-ZAHLEN

Laut dem Kreis Herford sind seit gestern 40 neue Corona-Fälle hinzugekommen. 7.678 Personen gelten als genesen. Derzeit gibt es kreisweit 673 aktuell bestätigte Fälle. Insgesamt sind 8.500 bestätigte Infektionen bekannt. Der Inzidenzwert liegt bei 139,7.

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Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (164), Spenge (24), Bünde (122), Löhne (172), Vlotho (42), Enger (51), Rödinghausen (26), Hiddenhausen (33) und Kirchlengern (39).

Im Kreis Herford gibt es insgesamt 149 Todesfälle, wobei 129 an Corona und 20 mit Corona gestorben sind.

INFEKTIONEN IM FAMILIÄREN UMFELD

Laut Angaben des Kreises Herford wurden in den letzten 7 Tagen "350 laborbestätigte Covid-19-Fälle" gemeldet (Stand 29. März). Die Zahl der Neuinfektionen bewegt sich in der vergangenen Woche durchschnittlich im mittleren zweistelligen Bereich. Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, stieg von 1.438 (am 22. März) auf 1.592. Darunter sind 919 Kontaktpersonen. Es befinden sich aktuell sechs Reiserückkehrer unter den 673 aktuell bestätigten Corona-Fällen.

"Die meisten Infektionen der vergangenen Woche waren bei den Neufällen auf das familiäre Umfeld zurückzuführen – hier liegt die Quote bei fast 50 Prozent", teilt Kreissprecherin Petra Scholz mit. Gut ein Viertel der Infektionswege sind unbekannt, elf Prozent infizieren sich auf der Arbeit.

Darüber hinaus steige der Anteil der Menschen, die sich mit einem mutierten Virus infiziert haben. Insgesamt haben sich seit Anfang Februar 776 Menschen, die ihren Wohnsitz im Kreis Herford haben, mit einer Mutationsvariante des Coronavirus infiziert, wie Scholz mitteilt. Davon sind aktuell noch 413 Menschen infiziert. Bis auf drei Fälle der südafrikanischen Mutation handelte es sich dabei um die britische Mutation.

IMPFUNGEN

In den ersten sieben Wochen nach Impfstart am 8. Februar 2021 wurden im Impfzentrum des Kreises Herford 20.526 Impfungen durchgeführt (Stand 21. März). Von den 20.526 Impfungen wurden 13.775 mit dem Impfstoff von Biontech und 6.751 mit dem Impfstoff von Astrazeneca durchgeführt.

Insgesamt wurden bislang 15.812 Menschen im Impfzentrum geimpft, knapp 4.700 haben bereits ihre zweite Impfung bekommen.

KRANKENHÄUSER UND PFLEGE

Derzeit werden 37 Patientinnen und Patienten mit einer Covid-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern behandelt (davon 35 mit Wohnsitz im Kreis Herford). Hiervon werden sieben Patientinnen und Patienten intensivmedizinisch betreut, drei davon sind beatmungspflichtig.

Derzeit gibt es in 18 Einrichtungen der Pflege- und Eingliederungshilfe bestätigte Fälle. Insgesamt sind zwölf Bewohnerinnen und Bewohner beziehungsweise Patientinnen und Patienten und 14 Beschäftigte infiziert. 12 weitere Beschäftigte sind (ohne Infektion) in Quarantäne.

SCHULEN UND KITAS

In elf von insgesamt 129 Kitas im Kreisgebiet sind bestätigte Corona-Fälle bekannt. Hierbei handelt es sich um Infektionen bei elf Kindern und eine Infektionen beim Kita-Personal.

Insgesamt sind im Kreisgebiet 107 Schülerinnen und Schüler infiziert und eine Lehrkraft. Die Infizierten verteilen sich auf 50 Schulen im Kreisgebiet. Derzeit befinden sich die Schüler in den Osterferien.

GEMEINSAMES VORGEHEN IN OWL

In Ostwestfalen-Lippe steigen die Inzidenzwerte an. Der Kreis Herford liegt mit einem Inzidenzwert von 139,7 derzeit im oberen Drittel im OWL-Vergleich. Wegen der steigenden Inzidenzwerte und der Debatte um die getroffenen Maßnahmen wollen sich die Landräte und der Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Bielefeld jetzt intensiver austauschen. Das teilt der Kreis Herford in seinem aktuellen Corona-Update mit.

Ziel sei es, möglichst einheitliche Vorgehensweisen zu haben: "Wir wollen den Bürgerinnen und Bürger die Maßnahmen möglichst übersichtlich, nachvollziehbar und verständlich präsentieren und denken dabei regional, denn es gibt viele Pendel-Bewegungen in OWL und das Virus macht vor der Kreis- oder Stadtgrenze nicht Halt. Trotzdem müssen wir auch bedenken, dass die Pandemiesituationen immer wieder auch individuell einzuschätzen sind und mitunter unterschiedliche Maßnahmen erfordern können", fasst Landrat Jürgen Müller zusammen. "Auch der Austausch der Verwaltungen untereinander bietet den Vorteil, dass Arbeitsschritte gebündelt werden können. Nicht jeder Kreis muss bei null anfangen, wenn beispielsweise Verfügungen geschrieben werden müssen – wir können Kräfte sparen, wenn wir enger kooperieren."

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