Ist jetzt Geschichte: Der Elsesteg in Kirchlengern, der zuletzt auch immer wieder gesperrt werden musste. - © Myriam Domke-Feiner
Ist jetzt Geschichte: Der Elsesteg in Kirchlengern, der zuletzt auch immer wieder gesperrt werden musste. | © Myriam Domke-Feiner

Kirchlengern Neuer Elsesteg soll im Herbst fertig sein

Brücke am Elsesportplatz: Der Kreis Herford und die Gemeinde haben sich in enger Abstimmung für eine Aluminiumkonstruktion entschieden

Katharina Eisele

Kirchlengern. Rund vier Wochen ist es her, dass der Kreis Herford die Holzbrücke am Sportplatz des FC Rot-Weiß Kirchlengern abgebaut hat. "Der Auftrag zum Ersatzneubau der Fuß- und Radwegbrücke über die Else wurde Anfang Mai in der Sitzung des Betriebsausschusses Verkehrswege und Grünanlagen (BVG) beschlossen", teilt der Kreis Herford jetzt auf Anfrage der NW mit. Zwischenzeitlich wurde der Auftrag auch vergeben. An selber Stelle soll eine Brücke entstehen, die, wie die alte Holzbrücke, als "Fachwerkträgerbrücke" in der Breite von 2,50 Metern entsteht. "Das äußere Erscheinungsbild wird also ähnlich der alten Brücke sein", sagt Petra Scholz, Pressesprecherin des Kreises. Allerdings nicht mehr aus Holz, sondern als "Aluminiumträgerkonstruktion". Für den Materialwechsel sprechen insbesondere zwei Gründe: Zum einen ist die neue Brücke nicht schwerer als die alte Brücke, "damit können die vorhandenen Fundamente weiter genutzt werden, was Kosten spart". Zum anderen ist eine Aluminiumbrücke wesentlich dauerhafter und auch insgesamt am kostengünstigsten. Der Kreis habe das mit der Gemeinde Kirchlengern so abgesprochen. Planungen im Zeitplan Die Holzbrücke muss nämlich auch deshalb ausgetauscht werden, weil ein Pilzbefall ihr zu Schaffen gemacht hatte. Das dürfte künftig dann nicht mehr passieren. Auch aus statischen Gründen musste ein Ersatzbau her: Unter der Brücke verlief eine Druckrohrleitung von Kirchlengern nach Löhne, durch die Abwässer von etwa 3.000 Haushalten gepumpt wurden. Vor drei Jahren beschlossen die Ratsmitglieder in geheimer Abstimmung den Abbau der Leitung. Ingenieure forderten aus statischen Gründen umgehend eine Sicherung der Leitung unter der Brücke. Sie befürchteten, dass die Tragfähigkeit des Holzbauwerks bei Schneelast überschritten werden könnte. Die Planungen sind aktuell im Zeitplan: "Die Ausführungsplanung der Brücke wird von der bauausführenden Firma erstellt, danach geprüft und freigegeben", erklärt Scholz. Anschließend erfolgt die Werksfertigung und Montage der Brücke voraussichtlich im Herbst. Die Baukosten betragen etwa 300.000 Euro.

realisiert durch evolver group