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Binnen 31 Minuten soll die Strecke von Bielefeld nach Hannover künftig bewältigt werden. - © Pixabay/Symbolfoto
Binnen 31 Minuten soll die Strecke von Bielefeld nach Hannover künftig bewältigt werden. | © Pixabay/Symbolfoto

Hiddenhausen "Viele Befürchtungen": Hiddenhauser Bürgerinitiative zu ICE-Trasse

Am Dienstag tagte das digitale Plenum zum Bahnprojekt Bielefeld-Hannover. Mit dabei waren auch Vertreter der Hiddenhauser Bürgerinitiative "Tunnel durch den Berg".

David Knapp
11.03.2021 | Stand 10.03.2021, 18:54 Uhr

Hiddenhausen. Am Dienstag kamen in einem mehrstündigen Plenum rund 160 Interessenvertreter zum Bahnprojekt Bielefeld-Hannover digital zusammen. Darunter waren auch Mitglieder der Hiddenhauser Bürgerinitiative "Wir in Hiddenhausen für den Tunnel". Bereits im Vorfeld hatte sich die Initiative für einen offenen Dialog über ein nachhaltiges Verkehrskonzept eingesetzt. Dazu zähle eine fundierte Entscheidung über die beste Trassenführung für die benötigte Bahnlinie.

Laut Wolfgang Schmidt, einem der Sprecher der BI, werde jedoch bereits zum jetzigen Zeitpunkt "starker Druck aufgebaut, die alte Trasse zu nutzen". Der Deutschen Bahn zufolge wird die Bestandsstrecke, die Hiddenhausen durchkreuzt, seit dem 1. März geprüft. "Ab September werden mögliche Neubaustrecken oder Neubauabschnitte unter Berücksichtigung der existierenden Trasse geprüft", heißt es in einer Mitteilung der DB.

Planungsauftrag bleibt unter Verschluss

Sowohl der Ausbau der Bestandsstrecke als auch der gänzliche Verzicht einer Schnellbahnstrecke sind Vorschläge, die die Hiddenhauser kritisch sehen. "Es gibt auch Interessen der Anlieger an der Bestandsstrecke", sagt Schmidt. Diese würden in der aktuellen Diskussion jedoch kaum aufgenommen. "Da gibt es viele Befürchtungen bei den Leuten. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht alles abbekommen", erklärt er mit Blick auf die Verkehrsbelastung in Hiddenhausen. Zudem sei weiterhin fraglich, ob der Verlauf der vor fast 200 Jahren festgelegten Strecke dem einer modernen Schnellbahntrasse technisch genüge. Einigkeit herrsche jedoch bezüglich einer Perspektive pro Bahn, bei der am Ende höhere Fahrgastzahlen zustande kommen: "Es herrscht Konsens darüber, das zu fördern", sagt auch Schmidt.

Wie berichtet soll die Fahrzeit von Bielefeld nach Hannover von 48 Minuten auf bis zu 31 Minuten abgesenkt werden. Allerdings sei Schmidt zufolge bereits durchgeklungen, dass dieses Ziel nicht in Stein gemeißelt sei. Dass jedoch der Planungsauftrag seitens der DB nicht veröffentlicht wird, trage nicht zum Vertrauen in der Diskussion bei. "Man muss doch wissen, worüber wir sprechen", meint Schmidt. Stattdessen sollen in der kommenden Woche die technischen Planungsprämissen auf der Webseite des Projekts veröffentlicht werden (www.hannover-bielefeld.de). Bereits am 19. April soll es den nächsten Vertiefungsworkshop geben. Informationen zur Position der Bürgerinitiative gibt es auf deren Webseite.

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