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Jugendliche setzen sich für den Klimaschutz ein. In Enger ist im September eine Demo geplant. - © Noah Wedel
Jugendliche setzen sich für den Klimaschutz ein. In Enger ist im September eine Demo geplant. | © Noah Wedel

Enger "Fridays for Future": Klima-Streik formiert sich in Enger

Eine große Demo startet am 20. September am Widukind-Gymnasium. Jugendliche und Erwachsene gehen dann gemeinsam auf die Straße. Warum die Demonstranten auch dem Rathaus einen Besuch abstatten.

Ekkehard Wind
06.09.2019 | Stand 06.09.2019, 13:28 Uhr

Enger. Für Klimaschutz und eine Zukunft ohne Klimakrise streiken seit Monaten weltweit viele Jugendliche und junge Menschen. Auch in Enger hat sich eine Ortsgruppe „Fridays for Future" gebildet. Gemeinsam mit Erwachsenen der örtliche Gruppe „Parents4Future" rufen sie zu einem Klimastreik am 20. September in Enger auf. „Die Demo ist bei der Polizei bereits angemeldet", berichtet Daniela Bultmann, Sprecherin der Engeraner „Parents4Future". Gemeinsam mit den Fridays-For-Future-Gruppen aus Enger, Bünde und Herford, die die Demo veranstalten, wollen die Erwachsenen auf die Straße gehen. Die Forderung: Klimanotstand ausrufen Start ist am 20. September um 12.05 Uhr am Widukind-Gymnasium Enger (WGE). Die Startzeit um fünf nach Zwölf sei symbolisch, sagt Daniela Bultmann, und stehe für die Notwendigkeit, endlich zu handeln. Am Wendehammer am Eichenweg neben dem WGE startet die Demo. Sie führt von dort zur Realschule, um deren Schülerinnen und Schüler abzuholen, die sich an dem Protest beteiligen wollen. Weiter geht’s zum Rathaus an der Bahnhofstraße, wo eine Zwischen-Kundgebung geplant ist. In einem Redebeitrag wird sich ein Mitglied der Engeraner Gruppe Fridays for Future direkt an die Politikerinnen und Politiker der Stadt Enger wenden. In einem Appell werden die Entscheidungsträger aufgefordert, in der nächsten Ratssitzung den Klimanotstand für die Widukindstadt auszurufen – wie andere Städte zuvor auch. Die Entscheidung hatte der Engeraner Stadtrat vor der Sommerpause vertagt. 60 Vereine und Gruppen um Unterstützung gebeten Vom Rathaus führt der Weg der Demonstranten gegen 13 Uhr zur Kundgebung auf dem Barmeierplatz. Hier sind weitere Redebeiträge von Mitgliedern der Bünder und Herforder Gruppen geplant. „Passend zum Klimathema wird hier auch ein junger Sänger selbst komponierte Songs vortragen", kündigt Daniela Bultmann an, die als Erwachsene die Leitung der Demo übernimmt, aber Wert auf die Feststellung legt, dass die „Fridays for Future"-Mitglieder die Demo veranstalten. Es sollen nicht nur junge Menschen angesprochen werden Die Organisatoren hoffen, dass sich viele Menschen an der Aktion beteiligen. Mit dem Motto „Alle fürs Klima" solle eben nicht nur die junge Generation, sondern Menschen jeden Alters angesprochen werden. Deshalb haben die Veranstalter auch mehr als 60 Vereine, Organisationen und Initiativen in Enger angeschrieben, mit der Bitte, den Klimastreik am 20. September zu unterstützen – an dem Tag, an dem die Bundesregierung über ihre nächsten Schritte in der Klimapolitik entscheidet. „Je mehr wir werden, umso größer werden unsere Chancen, die Klimakrise zu verhindern", heißt es im Aufruf der Organisatoren.

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